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OHLSDORF. Nur wenige gemeinsame Tage bleiben Monika Schwendinger und Lucia Jungk: Kurz nachdem die eine der beiden Schwestern von ihrem zehnmonatigen Volontariat in der Republik Kongo zurückgekehrt ist, startet die zweite nach Indien. Tips hat mit den engagierten Frauen gesprochen.

Monika Schwendinger und Lucia Jungk
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„Besonders beeindruckt hat mich die Begeisterungsfähigkeit der Kinder“, erzählt die 28-jährige Monika Schwendinger. Die AHS-Lehrerin für Biologie und Französisch war – gemeinsam mit ihrem Mann Daniel – von vergangenem September an zehn Monate lang in der afrikanischen Republik Kongo (“Kongo-Brazzaville“) tätig, wo sie ein Projekt der der Don Bosco Schwestern unterstützte.

Beliebte Deutschkurse

„Meine Vormittage waren vom Unterricht im neu eröffneten Collège geprägt, wo ich die Zwölf- bis 14-jährigen in Englisch und Informatik unterrichten durfte“, erzählt die gebürtige Ohlsdorferin, die seit ihrem Studium in Wien lebt. Für den Informatikunterricht standen dabei auch Computer zur Verfügung – in Kongo keine Selbstverständlichkeit.

Auch in einem Mädchenheim war die 28-Jährige aktiv: von der Nachhilfe über die Freizeitgestaltung mit Tanzen, Sport und Basteln bis zu Sprachkursen in Englisch und Deutsch. Letzter war „entgegen meiner Erwartungen recht beliebt2, so die Volontärin.

„Sichtweise auf vieles hat sich stark verändert“

Von ihrem Auslandseinsatz mitgenommen hat Monika Schwendinger einen größeren Weitblick: „Die Welt ist einfach so viel größer, vielfältiger, bunter, weitreichender als unser gut behütetes Leben in Österreich. Das Leben, die Welt, die Zusammenhänge mal eine kurze Zeit von einem anderen Kontinent aus zu betrachten, hat meine Sichtweise auf vieles stark verändert.“

Erschreckt hat sie, „inwiefern auch Europa an der Armut in einigen afrikanischen Ländern mitverantwortlich ist. Nicht nur historisch gesehen durch die Kolonialisierung, sondern auch durch die gegenwärtige Ausbeutung von Rohstoffen – in der Republik Kongo zum Beispiel Erdöl – oder billige Importe aus Europa“.

Vorbild Mutter Teresa

Ihr Auslandsjahr noch vor sich hat Lucia Jungk, die 18-jährige Schwester Schwendingers. Nach der Matura am BG/BRG Gmunden zieht es die junge Ohlsdorferin ab August ebenfalls für fast ein knappes Jahr ins Ausland – und zwar ins indische Hyderabad. „Mich beeindruckt Mutter Teresa und ihre Einstellung zu helfen, ganz egal, wie aussichtslos die Situation scheint. Dadurch ist der Wunsch entstanden, nach Indien zu gehen“, erzählt die junge Ohlsdorferin. Aufgrund der guten Erfahrungen ihrer Schwester entschied sie sich ebenfalls für die Organisation „Volontariat bewegt“.

Was sie sich von ihrem Auslandsaufenthalt erwartet? „Ich möchte das erleben, von dem ich bis jetzt nur so viel gehört habe: viele Leute, die große Schere zwischen Arm und Reich, Straßenkinder, Kultur und Religionen – um mir dann meine eigene Meinung bilden zu können.“


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