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Sorgfältiges Händewaschen aktueller denn je – heute ist Welttag der Handhygiene

Tips LogoNora Heindl, 05.05.2020 08:05

LINZ. Die Corona-Pandemie hat zu mehr Disziplin in Sachen Handhygiene geführt. Viele waschen sich nun häufiger die Hände als zuvor und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus. Doch nicht nur in Zeiten einer weltweiten Gesundheitskrise ist die Handhygiene von großer Bedeutung. Aus diesem Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2009 den 5. Mai zum Internationalen Handhygienetag ausgerufen. Symbolisch steht dieser Tag für die fünf Finger an jeder Hand (5.5.).

 (Foto: Krasula/Shutterstock.com)
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Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch sind längst selbstverständlich. Dass auch Türgriffe, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln, Griffe von Einkaufswägen oder Tastaturen an Geldautomaten wahre Keimschleudern sind, ist vielen Menschen erst in der aktuellen Krise verstärkt bewusst geworden. All diese Gegenstände werden täglich von Tausenden Menschen berührt und weisen somit eine hohe Anzahl von Keimen, Bakterien und Viren auf.

„Daher kann nicht oft genug betont werden, wie wichtig konsequentes Händewaschen mit Seife im privaten Bereich ist. Rund 80 Prozent der Infektionen werden über unsere Hände übertragen. Dazu kommt, dass Menschen sich unbewusst bis zu 20 Mal pro Minute ins Gesicht fassen. Das Risiko zu erkranken wird durch richtige Handhygiene deutlich verringert“, sagt Frank Bauer, Leiter der Stabsstelle Hygienemanagement der Oberösterreichischen Gesundheitsholding.

Wenig Aufwand, große Wirkung

Die Hände sollten bis zum Handgelenk etwa 30 Sekunden lang mit genügend Seife gewaschen werden – dabei die Handoberflächen, die Zwischenräume der Finger, die Fingerspitzen sowie die Daumen nicht vergessen. Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen.

„Wichtig ist, die Hände im Anschluss gut mit einem sauberen und trockenen Handtuch abzutrocknen, da sich Bakterien und Keime in feuchter und warmer Atmosphäre besonders wohlfühlen“, weiß der Experte. Daher sollten Hand- und Geschirrtücher in Zeiten erhöhter Virenlast auch täglich gewechselt und mit mindestens 60°C gewaschen werden. In öffentlichen Räumen sind Papierhandtücher zur Einmalverwendung empfohlen.

Im medizinischen Bereich ist die Durchführung der Händedesinfektion ein Verfahren zur Verringerung der Zahl von Krankheitserregern auf der Haut der Hände mit Hilfe von Händedesinfektionsmitteln. Diese Maßnahme dient einer Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern (insbesondere Bakterien und Viren) zur Wahrung der Patientensicherheit und der Sicherheit der im Gesundheitswesen tätigen Personen. Im medizinischen Bereich genutzte Desinfektionsmittel sind im Haushalt nicht zu empfehlen, da sie auch unbedenkliche Keime abtöten, die der Körper braucht, um sein Immunsystem zu trainieren.


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