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Trinkwasserversorgung in Oberösterreich: trotz Trockenheit kein Grund zur Sorge

Tips LogoNora Heindl, 16.04.2020 12:00

OÖ. Die Trinkwasserversorgung in Oberösterreich ist grundsätzlich gut aufgestellt. „Der Februar brachte uns in Oberösterreich große Niederschlagsmengen, die Monate Jänner und März waren eher niederschlagsarm. Trotz der aktuellen Trockenheit besteht kein Grund zur Sorge, denn Schwankungen bei Grundwasserständen hat es immer schon gegeben“, erklärt Wasser-Landesrat Wolfgang Klinger. Bei der Schaffung gemeinschaftlicher Versorgungsanlagen steht der Sondertopf Trockenheit zur Verfügung.

 (Foto: Maria Sbytova/Shutterstock.com)
(Foto: Maria Sbytova/Shutterstock.com)

Die durchschnittlichen Monatswerte der Grundwasserstände lagen im Inngebiet, Eferdinger Becken und dem Vöcklagebiet leicht unter den jeweiligen Mittelwerten, im nördlichen Machland und im Linzer Feld deutlich unter den langjährigen Erwartungswerten. In der Welser Heide sind ebenfalls tiefe Grundwasserstände zu verzeichnen. Doch hinter diesen Grundwasserständen stehen nach wie vor mächtige Grundwasserkörper.

„Schwankungen von einigen Metern sind bei Grundwasserkörpern mit Mächtigkeiten von teilweise 20 bis 30 Metern keine dramatische Entwicklung. In den letzten Jahren hat sich das Nutzverhalten der Bevölkerung massiv verändert. Der Hauptgrund für die quantitativen Probleme ist wie jedes Jahr im Frühjahr die teilweise unkoordinierte und gleichzeitige Befüllung der Pools und die verstärkte Bewässerung von Grünflächen. Die Poolfüllungszeit hat sich natürlich auch auf Grund der Schönwetterphase und der Osterwoche sehr auf diese Woche konzentriert. Solche Verbrauchsspitzen bringen, wenn keine Koordinierung stattfindet, jede Anlage an den Rand ihrer Kapazitäten. Auch wenn die Corona-Krise zu einem erhöhten Wasserverbrauch geführt hat und der März niederschlagsarm war, hätte dies allein unsere Versorger vor keine Probleme gestellt. Die letzten Jahre haben uns jedoch deutlich gezeigt, dass es vermehrt bei Einzelwasserversorgungsanlagen zu quantitativen Problemen kommt. Gemeinschaftsanlagen haben hier sehr selten Probleme“, so Klinger.

Sondertopf Trockenheit soll weiterhin Abhilfe schaffen

„Ich möchte nochmals dafür werben, dass sich von der Trockenheit betroffene Hausbrunnenbesitzer zusammenschließen und störfallrobuste Gemeinschaftsanlagen errichten, natürlich dort wo es möglich ist. Die Erfahrung zeigt uns, dass diese in der Regel keine beziehungsweise deutlich weniger Probleme mit schwankenden Grundwasserständen haben. Das Land Oberösterreich bietet mit der Abteilung Wasserwirtschaft eine sehr gute Beratungsleistung für die Wasserversorger an. Diese Serviceleistung wird auch durch die Trinkwasserhotline für alle Fragen zur Trinkwasserversorgung verstärkt. Die Gemeinden, die Wassergenossenschaften und viele Bürgerinnen und Bürger nehmen dieses Angebot sehr gut an“, erklärt Klinger.

Um die Errichtung von Gemeinschaftsanlagen zu erleichtern, wurde auch der Sondertopf Trockenheit eingerichtet, dessen Fördermöglichkeiten sich als Riesenerfolg herausgestellt haben. Mit diesem Sonderförderprogramm konnte schon unzähligen Bürgerinnen und Bürgern zu Trinkwasser in hochwertiger Qualität verholfen werden. Wir sind von Landesseite jedenfalls mit unseren Beratungsleistungen und Förderungen bemüht, alle bei dieser Thematik so gut es geht zu unterstützen. Die Klimaveränderung hält uns natürlich alle auf Trab. Genau aus diesem Grund werden wir weiterhin unser bestmögliches tun, um die Errichtungen von störfallrobuster Infrastruktur voran zu treiben, denn ich setze Taten und verbreite keine Panik“, so Klinger abschließend.


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