Wie man sich vor Cyber-Kriminalität schützen kann
OÖ. Auch im Jahr 2022 war ein deutlich wahrnehmbarer Anstieg der angezeigten Delikte mit Internetbezug zu verzeichnen. Die Ausforschung der Täter ist trotz viel Einsatz der Polizei sehr schwierig. Das Landeskriminalamt OÖ gibt Tipps, wie man sich vor Cyber-Kriminalität schützen kann.

Meist handeln die Täter in organisierten Strukturen, was die Ausforschung mitunter sehr schwierig macht. Umso wichtiger ist es, sich der Risiken bewusst zu sein, eine versuchte Straftat im Idealfall bereits im Vorhinein zu erkennen und somit kein Opfer einer solchen zu werden.
Drei der gängigsten Vorgehensweise und Tipps
Die Kriminalprävention rät generell, besonders im Internet, vorsichtig mit den persönlichen Daten umzugehen und diese nur, falls wirklich notwendig, für Dritte zugänglich zu machen. Drei der gängigsten Vorgehensweisen, die im Jahr 2022 besonders häufig wahrgenommen wurden:
„Tochter/Sohn (ToSo)“-Betrug
Man erhält eine Nachricht der vermeintlichen Tochter oder des vermeintlichen Sohnes, dass das Handy kaputt sei und das Kind daher eine neue Handynummer habe oder dass sich die Tochter oder der Sohn sich in misslicher Lange befände. Da auch der Zugang zum E-Banking-Account nicht möglich sei, werden die Opfer gebeten, eine dringende Geldüberweisung zu tätigen. Wer nun annimmt, das eigene Kind sei in Nöten, der irrt. Die Täter nutzen die Fürsorge und Hilfsbereitschaft der Eltern aus und versuchen so, zu einer Überweisung zu bewegen.
Präventions-Tipp: Die genannten Nachrichten können per SMS, WhatsApp, Signal, aber auch anderen Messenger-Diensten kommen. Gleich das Kind unter der bereits bekannten/eingespeicherten Nummer kontaktieren.
Fakeshops
Professionell gestaltete, jedoch falsche Onlineshops werben mit unwiderstehlichen Schnäppchen. Sogar die gestiegenen Heiz- und Lebenshaltungskosten machen sich die Täter dabei zunutze und versuchen, ihre Opfer mit vermeintlich günstigen Holz- und Pellets-Angeboten, aber auch mit attraktiven Kreditkonditionen zu ködern.
Präventions-Tipps:
- Bei „besonders günstigen Angeboten“ auf die Authentizität des Onlineshops achten. Ein Impressum muss vorhanden sein, eventuelle Zertifikate überprüfen.
- Keinerlei Bestellungen unter Zeitdruck tätigen (Angebote, welche nur wenige Minuten gültig sind, usw.), besondere Vorsicht bei Überweisungen auf ausländische Konten walten lassen
- Rechere zum Onlineshop durchführen, zum Beispiel die Stichworte: +scam, +Betrug, +Problem googeln
Phishing
Seit Jahren senden Betrüger auf digitalem Weg Nachrichten an ihre Opfer aus. Ob es sich um eine Mail einer Bank, ein verlockendes Gewinnspiel per SMS, oder die Nachricht über eine Paketzustellung handelt – die Erscheinungsformen sind sehr vielfältig, haben aber immer dasselbe Ziel: persönliche Daten auszuspionieren.
Präventions-Tipps:
- Auf die Formulierung der Nachricht achten, oft sind diese unpersönlich und weisen viele Rechtschreib- sowie Grammatikfehler auf.
- Keine zugesendeten Links nutzen, um sich beim Onlinebanking-Account oder ähnlichem anzumelden.
- Im Zweifelsfall telefonisch das Bankinstitut/das Unternehmen kontaktieren, dass die Mail zugesendet haben soll und sich über die Echtheit der Nachricht versichern
- Die Sperr-Hotline der Bank/des Kreditkarteninstituts für Notfälle im Handy einspeichern


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden