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Festival der Regionen 2025 mit "Realistischen Träumen" erstmals im Innviertel

Tips Logo Karin Seyringer, 26.02.2024 16:11

BRAUNAU/LINZ/OÖ. 2025 wird das nächste Festival der Regionen stattfinden, am Montag wurden in Linz der mit Spannung erwartete Austragungsort und das Thema verraten: Unter dem Titel „Realistische Träume“ findet das nächste Festival von 13. bis 22. Juni 2025 erstmals im Innviertel, mit Hauptaustragungsort Braunau statt. Damit ist auch der Startschuss für die Ausschreibung zur Projekteinreichung gefallen. 

Das Programmboard 2025, v. l.: Mieze Medusa, Antoine Turillon, Isa Schieche, Fina Esslinger und Katharina Spanlang (Foto: Magdalena Hubauer)
photo_library Das Programmboard 2025, v. l.: Mieze Medusa, Antoine Turillon, Isa Schieche, Fina Esslinger und Katharina Spanlang (Foto: Magdalena Hubauer)

Alle zwei Jahre bespielt das Festival der Regionen eine andere Region in Oberösterreich. Seit Gründung im Jahr 1993 war es zwar immer mal wieder mit einzelnen Projekten im Innviertel zu Gast, 2025 wird es aber nun erstmals zur richtigen Festivalregion, mit Hauptort Braunau und auch Brückenschlag zum bayrischen Nachbarn Simbach.

„Labor für kollektive Utopien“

Mit dem Thema „Realistische Träume“ will sich das Festivalteam mit dem „allgegenwärtigen Gefühl der Ungewissheit“ auseinandersetzen, sich auf die Suche nach neuen Narrativen und Utopien begeben, das Festival wird als „Labor für kollektive Utopien“ gesehen. „Realistische Träume spiegeln unsere tiefsten Ängste und Wünsche wider“, so Fina Esslinger, Obfrau Festival der Regionen. „Realistische Träume bieten aber auch Gelegenheit, unsere Wahrnehmung zu erweitern und neue Einblicke zu gewinnen.“

Als „Hebamme“, die hilft, neue Vereine, Gedenkorte und Rituale zu gebären, bezeichnet Film-, Text- und Theaterarbeiterin Tina Leisch das Festival der Regionen im noch unveröffentlichten Katalog zur 2023er-Ausgabe – eine Beschreibung, die Festival-Geschäftsführer Otto Tremetzberger sehr gut gefällt. „Das Festival war nie ein klassisches Kunstfestival, immer schon eine eigene Gattung. Was will das Festival: Eine Region anhand der Melodie ihrer eigenen Widersprüche zum Tanzen bringen.“

Bevölkerung mitnehmen und einbeziehen

Seit Beginn Partner ist das Land OÖ, initiiert wurde das Festival damals auf Initiative des Landeskulturbeirats. Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Oberösterreich ist in seiner Vielfalt deswegen so erfolgreich, weil die Regionen so erfolgreich sind. Das Innviertel ist ein Industrie-Hotspot, aber auch kulturell sehr vielfältig. Das Festival der Regionen ist die ideale Möglichkeit, diese Vielfältigkeit großem Publikum zu präsentieren. Ein Kompliment an die Macher: Es gelingt immer wieder, die Bevölkerung mitzunehmen und einzubeziehen“, so Stelzer, der für die Ausrichtung 2025 ein höheres Förderbudget als 2023 in Aussicht stellt.

Brückenschlag zu Simbach

Es sei eine große Ehre und Freude, das Festival 2025 begleiten zu dürfen, freut sich Johannes Waidbacher, Bürgermeister der Stadt Braunau, der gleichzeitig Grüße vom Simbacher Bürgermeister Klaus Schmid ausrichtet. Denn auch der Nachbarort in Bayern wird in das Festival miteingebunden. „Für uns als Region Braunau/Simbach ist das Festival eine Chance. Gemeinsam mit unseren bayrischen Freunden wollen wir zeigen, wie das große Friedensprojekt Europa funktionieren kann und soll.“

Projekteinreichung bis 30. April

Mit 26. Februar ist auch der Startschuss der Ausschreibung zur Projekteinreichung gefallen. Regionale, überregionale und internationale Kunstschaffende, Kulturinitiativen und Menschen mit kulturellem, sozialen und politischem Engagement sind eingeladen, Projekte einzureichen. Gefördert werden Projekte aller Kunstsparten und Disziplinen, Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe werden großgeschrieben.

Die Vision sei ein „Zusammenkommen von Themen von vielen für viele, eine positive Vision zur Zukunft zu finden, dabei nicht die Vergangenheit zu vergessen“, erläutert Mieze Medusa. Die Autorin, Rapperin und Poetry Slamerin ist Mitglied des fünfköpfigen Programmboards. An interessierte Einreichende richtet sie aus: „Drei Schritte um das Thema ‚Realistische Träume‘ herumzumachen, kann sehr spannend sein“.

Abgabeschluss für Projektideen ist der 30. April 2024. Das Programmboard wird bis Ende Juni 2024 die Projekte auswählen. Alle Infos und Einreichformular: www.fdr.at, Ansprechperson für Fragen: Ulla Steyrleuthner (ulla.steyrleuthner@fdr.at)

Regionalbeirat

Neben dem Programmboard gibt es auch wieder einen Regionalbeirat, darunter Künstlerin Hanna Kirman (Innviertler Künstlergilde), Florian Kotanko (Verein Zeitgeschichte in Braunau), Performer, Tänzer, Choreograph und Musiker Simon Mayer sowie Andrea Eckerstorfer (Initiative Lebensraum Innviertel und Obfrau der LEADER-Region Mitten im Innviertel). Geplant sei bereits eine LEADER-Einreichung, „die das ganze Innviertel als Art Rahmenprogramm“ mitdenke.

OÖ Kulturdirektorin Margot Nazzal: „Vernetzung ist uns ein großes Anliegen“ verweist sie auch auf Kooperationen im Jahr 2023 wie mit dem Theaterfestival Schäxpir oder der communale und freut sich auf Ähnliches im Jahr 2025.

Termine

  • Katalog-Release-Feier zum Festival der Regionen 2023: 30. März, 19 Uhr, Altes Hallenbad Gallneukirchen, in Kooperation mit dem Klangfestival
  • Lokalaugenschein für Interessierte und Einreichende in Braunau am 5. April

Alle Infos zum Festival der Regionen unter https://fdr.at/


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