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Ö/LINZ. Vier Tage lang stand Linz ganz im Zeichen der Chormusik: Rund 800 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich nahmen am Bundesjugendsingen teil. Im Mittelpunkt standen nicht nur musikalische Höchstleistungen, sondern vor allem die Freude am gemeinsamen Singen und der Austausch.

  1 / 2   Rund 800 junge Stimmen aus ganz Österreich kamen nach Linz - hier beim Eröffnungsabend des Bundesjugendsingens 2026 im Brucknerhaus. (Foto: Land OÖ/Peter C. Mayr)

Mit rund 800 jungen Stimmen in 36 Chören aus allen Bundesländern war Oberösterreich von 29. Juni bis 2. Juli Gastgeber des Bundesjugendsingens 2026. Nach 31 Jahren kehrte Österreichs größte Jugendchorveranstaltung damit wieder nach Oberösterreich zurück und machte Linz für vier Tage zum Zentrum der heimischen Chorszene.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betont die Bedeutung der Veranstaltung: „Beim Bundesjugendsingen wird deutlich, was junge Menschen leisten können, wenn Begeisterung, Talent und Gemeinschaft zusammenkommen. Wer singt, lernt, aufeinander zu hören, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas Besonderes zu schaffen. Genau diese Fähigkeiten brauchen wir für die Zukunft unseres Landes.“

Begegnung statt Konkurrenz

Das Bundesjugendsingen bildet den Abschluss einer österreichweiten Bewerbsreihe, an der insgesamt rund 40.000 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Über Bezirks- und Landesjugendsingen qualifizieren sich die besten Chöre für das Bundesfinale.

Im Mittelpunkt standen dabei weniger Wettbewerb und Konkurrenz als vielmehr die Freude am gemeinsamen Musizieren und der Austausch zwischen den Chören. Zu den Programmhöhepunkten zählten das Eröffnungskonzert im Brucknerhaus Linz, verschiedenste Chorkonzerte, ein freiwilliges Wertungssingen an der Bruckneruni sowie das Offene Singen am Linzer Hauptplatz und beim Linzer Landhaus, dass das öffentliche Publikum begeisterte.

„Ein Fest der Jugend“

„Das Bundesjugendsingen ist weit mehr als ein musikalischer Wettbewerb – es ist ein Fest der Jugend, das zeigt, wie viel Energie, Kreativität und Zusammenhalt in unseren jungen Menschen steckt. Solche Erlebnisse stärken nicht nur das musikalische Talent, sondern auch das Selbstvertrauen und den Teamgeist unserer Jugend“, freut sich Jugend-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP). 

Tiroler Chor holte die meisten Punkte

Beim freiwilligen Wertungssingen präsentierten 28 Chöre ein selbst gewähltes Kurzprogramm sowie ein eigens für das Bundesjugendsingen komponiertes Pflichtstück (Komponisten Florian Maierl), das innerhalb von zwei Stunden einstudiert werden musste. Bewertet wurden unter anderem Intonation, Chorklang, Rhythmik, Dynamik und der künstlerische Gesamteindruck.

Als punktebester Chor wurde der Cantoholics – Kammerchor des Musikgymnasiums Innsbruck aus Tirol ausgezeichnet.

„Ausgezeichnete“ OÖ-Beteiligung

Natürlich waren auch Chöre aus Oberösterreich am Bundesjugendsingen beteiligt:

  • Cantus Scolares unter der Leitung von Stefan Kapeller
  • Klassenchor 8M, Adalbert Stifter Gymnasium Linz unter der Leitung von Stefan Kaltenböck
  • Chorifeen des BORG Grieskirchen unter der Leitung von Manfred Payrhuber
  • Miniensemble der MMS Hellmonsödt unter der Leitung von Monika Mattkay
  • 4m der Volksschule TILO (Tiefgraben/St. Lorenz) unter der Leitung von Barbara Pointinger

Am Wertungssingen mit „ausgezeichnetem Erfolg“ teilgenommen haben die Chorifeen BORG Grieskirchen sowie der Klassenchor 8M (Musikgymnasium Linz), mit „sehr gutem Erfolg“ der Cantus Scholares und das Miniensemble der Musikmittelschule Hellmonsödt. 

„Fünf-Minuten-Challenge“

Für zusätzliche Spannung sorgte eine „Fünf-Minuten-Challenge“. Dabei mussten die Chöre innerhalb weniger Minuten ein unbekanntes Musikstück einstudieren und aufführen. Gefragt waren dabei musikalisches Können, Konzentration und Teamarbeit.

Hier holte der Klassenchor 8M (Musikgymnasium Linz) das Prädikat „Gold“, das Miniensemble Musikmittelschule Hellmonsödt „Bronze“. 

Erstmals auch Fortbildung für Lehrkräfte

Erstmals wurde das Bundesjugendsingen auch als Fortbildungsplattform genutzt. In Zusammenarbeit mit den oö. Pädagogischen Hochschulen konnten Musikpädagogen Programmpunkte besuchen und neue Anregungen für den Unterricht mitnehmen.

Übergabe an den nächsten Gastgeber

Mit dem Abschlusskonzert wurde schließlich die Gastgeberrolle an das Burgenland übergeben. Dort findet das nächste Bundesjugendsingen im Jahr 2029 statt.

Das Bundesjugendsingen gilt als größter Jugendchor-Wettbewerb Europas und steht für musikalische Qualität, kulturelle Vielfalt und gelebte Gemeinschaft.

Veranstaltet wird es vom Bundeskanzleramt in Zusammenarbeit mit den Landesjugendreferaten, den Bildungsdirektionen sowie den Fachinspektoren und Fachkoordinatoren für Musik.

Mehr Infos und Fotos gibt's unter www.jugendservice.at/bjs


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