Preisträger der Landespreise für Kultur und Volkskulturpreis 2026 stehen fest
OÖ/LINZ. Peter und Gabriele Riepl sowie die aus Gmunden stammende Filmemacherin Ella Raidel erhalten 2026 den Großen Landespreis für Kultur. Der Oö. Volkskulturpreis geht an die Landsmannschaft der Donauschwaben in Oberösterreich. „Bauwerk des Jahres“ ist das Domcenter Linz.

Der Große Landespreis für Kultur des Landes Oberösterreich geht 2026 an Peter und Gabriele Riepl in der Sparte Architektur sowie an die Filmemacherin und Künstlerin Ella Raidel in der Sparte Film und Video. Die Auszeichnungen sind jeweils mit 11.000 Euro dotiert. Den mit 7.400 Euro dotierten Oö. Volkskulturpreis erhält die Landsmannschaft der Donauschwaben in Oberösterreich für den ersten Internationalen donauschwäbischen Kongress 2024.
„Mit den Landespreisen würdigen wir nicht nur besondere Leistungen, sondern Menschen, die das kulturelle Gesicht Oberösterreichs prägen – weit über unser Land hinaus“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Versierte Architekten
Gabriele und Peter Riepl führen seit 1985 gemeinsam das Linzer Büro RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN. Ihre Projekte reichen von Kultur- und Sakralbauten über Wohn- und Bildungsbauten bis zu Industrieprojekten. Zu ihren bekannten Arbeiten zählt der Umbau der ehemaligen Ursulinenschule zum heutigen Offenen Kulturhaus (OK) in Linz. Dafür erhielt das Büro 1998 den Österreichischen ZV-Bauherrenpreis.
Die Jury hebt den langfristigen Einfluss des Architektenduos hervor: „Gabriele und Peter Riepl prägen seit Jahrzehnten die Architekturlandschaft Oberösterreichs.“ Ihr Werk setze Qualitätsmaßstäbe und habe die Baukultur im Land wesentlich beeinflusst.
Preis für Filmemacherin
Der zweite Große Landespreis geht an die gebürtige Gmundnerin Ella Raidel. Sie studierte und promovierte an der Kunstuniversität Linz und unterrichtet seit 2019 an der Nanyang-Universität für Technologie in Singapur. International bekannt wurde sie unter anderem mit ihrem Dokumentarfilm „Double Happiness“ über die Nachbildung Hallstatts in China. Der Film wurde bei mehr als 60 Festivals, Konferenzen und Ausstellungen gezeigt.
Raidels Arbeiten beschäftigen sich mit Architektur, Urbanismus und globalisierten Lebenswelten. Die Jury würdigt dabei besonders ihre experimentelle Arbeitsweise und die Verbindung von Dokumentarfilm, Filmtheorie und künstlerischer Forschung.
Landespreise für Kultur
Auch die mit je 7.500 Euro dotierten Landespreise für Kultur werden vergeben, an
- Architektur und Baukunst: Tp3 Architekten ZT. GmbH, Linz
- Film & Video: Jola Wieczorek, Wien
- Fotografie: Katharina Gruzei, Linz
- Musik: Martin Ludwig Fiala, Steyr
Talentförderungsprämien (je 5.400 Euro) gehen an
- Architektur und Baukunst: Daniel Bracher, gemeinsam mit Christina Gärtner, Linz
- Film & Video: Kilian Immervoll, Wien, Niko Nopp, Wien, David Mayrhofer BA, Wien sowie Hannah Neckel
- Fotografie: Marie Luise Baumschlager, Hinterstoder, Erhard Grünzweil, Wien, Lisa Hopf, Graz sowie Gabriel Rozsa, Wien
- Musik: Leo Gaigg, Ebensee, Oliver Jungbauer, St. Panaleon sowie Vincent Huemer-Meyer, Seewalchen
- Bauwerk des Jahres (erstmals 5.400 Euro): Architekt PETER HAIMERL . ARCHITEKTUR, München und die Bischof-Rudiger-Stiftung als Bauherrin für das Bauwerk „Domcenter Linz“
Oö. Volkskulturpreis 2026
Der Oö. Volkskulturpreis würdigt den Kultur- und Brauchtumsverein Landsmannschaft der Donauschwaben in Oberösterreich für den 1. Internationalen donauschwäbischen Kongress, mit dem 2024 an Flucht und Vertreibung der Donauschwaben vor 80 Jahren erinnert wurde. Die Jury lobt insbesondere die Verbindung von Erinnerungskultur und internationalem Austausch.
Förderpreise der Volkskultur erhalten außerdem das Gemeinschaftsprojekt „Fastenkrippe Timelkam“, das Projekt „Das Bundwerk“ des Innviertler Kulturkreises, das Projekt „Musikus“ der Stadtkapelle Bad Hall sowie das Oö. Volksliedwerk für „Stille Nacht...“ 30 Advent- und Weihnachtslieder zum gemeinsamen Singen.
Verleihung im November und Dezember
Die Oö. Volkskulturpreise werden am 23. November im Linzer Landhaus überreicht. Die Landespreise für Kultur und die Talentförderungsprämien folgen am 18. Dezember.








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