Hunderte junge Menschen melden sich zum Freiwilligendienst
OÖ. Der Appell der Bundesregierung an ehemalige Zivildiener im Bedarfsfall im Wege des freiwilligen Zivildienstes vor allem im Rettungsdienst und in der Pflege und Altenbetreuung mitzuhelfen, ist auf eine riesige Bereitschaft gestoßen. Nach Auskunft des Ministeriums haben sich österreichweit bereits mehr als 2.500 junge Männer bei der Zivildienstagentur gemeldet und sich bereit erklärt einen außerordentlichen Dienst für die Gemeinschaft in dieser Krisensituation zu erbringen.

„Die beeindruckende Zahl an freiwilligen Zivildienern ist, wie auch die vielen Nachbarschaftshilfen, ein starkes Signal der Solidarität und Hilfsbereitschaft der jungen Menschen in unserem Land“, zeigt sich der Grüne Klubobmann Gottfried Hirz beeindruckt. „Für alle jene, die im Gesundheits- und Pflegebereich in Oberösterreich gerade Tag für Tag mit einer steigenden Belastung konfrontiert sind, ist die Perspektive einer Verstärkung mit hunderten zusätzlichen helfenden Händen eine wichtige Nachricht.“
„Dass sich jetzt so viele freiwillig zu diesem außerordentlichen Engagement melden, zeugt auch von großer Verbundenheit mit jenen Organisationen, in denen sie ihren Zivildienst abgeleistet haben“ betont Gottfried Hirz, der selbst Zivildienst beim Roten Kreuz und 37 Jahre aktiv Rettungsdienst leistete. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass diese jungen Leute ihre Aufgaben mit hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Leistungsbereitschaft erfüllen. Es ist ihm daher ein Anliegen Danke auszusprechen: „Auf diese Jugend können wir stolz sein!“
Entscheidend ist für Hirz in weiterer Folge, dass gemeinsam mit den Einsatzorganisationen und Einrichtungen sichergestellt wird, dass die freiwilligen Zivildiener dann in jenen Bereichen eingesetzt werden, wo sie auch die entsprechende Expertise und Erfahrung mitbringen: „Die freiwilligen Zivildiener sollten möglichst wohnortsnah eingesetzt werden, damit sie auch auf die tägliche Infrastruktur von zu Hause zurückgreifen können und idealerweise natürlich auch in jenen Bereichen, in den sie schon Erfahrung haben etwa Sanitäter im Rettungsdienst. Andernfalls wären langwierige Neuschulungen notwendig, für die jetzt die Zeit fehlt. Die Einsatzkoordination beziehungsweise die Zuteilung der Freiwilligen soll in jedem Fall in enger Abstimmung mit den Einsatzorganisationen und dem Land OÖ zu erfolgen.“


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