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Tips Logo Online Redaktion, 07.06.2022 15:40

OÖ/LINZ. Die Dauerkrise – von Corona über den Ukraine-Krieg bis zur Teuerung – hinterlässt Spuren. Um sich ein Bild über die aktuelle Situation zu verschaffen, die größten Sorgen und Herausforderungen der Familien zu erfahren, wurde im Auftrag des Familienreferates des Landes OÖ eine IMAS-Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am Dienstag in Linz präsentiert. 

 (Foto: pictworks/Joerg Rofeld/stock.adobe.com)
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1.037 Personen ab 16 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung, wurden mittels persönlichen Interviews und Mehr-Themen-Umfrage befragt, von 6. April bis Anfang Mai 2022 wurde die Befragung vom Linzer Institut IMAS durchgeführt.

Finanzielle Sorgen plagen

Aktuell sind vor allem die steigenden Energie- und Lebenserhaltungskosten eine starke Belastung, 71 Prozent geben das an. Bei Familien mit Kindern bis 14 Jahren sogar 74 Prozent.  

Auch die Finanzierung von Schulveranstaltungen, Nachhilfeunterricht und Kinderbetreuung wird als besonders herausfordernd gesehen. Sportwoche oder Schulausflug zu finanzieren, ist für knapp 40 Prozent der Familien eine Herausforderung. Nachhilfeunterricht belastet jedes dritte Elternhaus finanziell stark.

Generell kommen dazu Existenzängste rund ums Einkommen und Job, die Struktur im Tagesverlauf aufrechtzuerhalten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Harmonie in der Familie oder Kreditrückzahlungen als Problembereiche.

„Unterstützung weiter ausbauen“

Familienreferent LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner verweist gerade in den Bereichen der Schulveranstaltungen und Nachhilfe auf Förderungen und Unterstützungen vom Land OÖ, „Unterstützungsmaßnahmen, die sich die Familien auch verdient haben und welche wir deshalb noch weiter ausbauen müssen. Am Ende des Tages ist aber die Bundesregierung gefordert, hier echte und nachhaltige Entlastungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.“

Sorgen in der Zukunft

Rund acht von zehn befragten Personen sind zudem davon überzeugt, dass es einen weiteren Preisanstieg für Energie und Lebenserhaltungskosten geben wird. Dreiviertel fürchten Einkommensverluste. Rund zwei Drittel machen sich Sorgen hinsichtlich der Ausbreitung des Krieges in Europa, genauso viele der Befragten fürchten, dass wieder Corona-Lockdowns kommen.

82 Prozent glauben zudem, dass der Ukraine-Krieg sehr bzw. eher starke Auswirkungen auf das Leben in Österreich hat.

Familie und Freunde geben Rückhalt

Der erfreuliche Teil der Befragung zeigt, dass es gerade Familien und Freunde sind, die in schwierigen Zeiten Rückhalt geben. Sowohl bei Familien, die mit Kindern bis zu 14 Jahren im gemeinsamen Haushalt leben, als auch in der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren, wurden folgende drei Aspekte spontan genannt, die in der Bewältigung schwieriger Momente geholfen haben: Familie und Freunde, Hoffnung auf ein Pandemieende und Bewegung in der Natur. Die Wünsche, die für die eigene Familie hoch im Kurs stehen, sind: Gesundheit, Frieden, finanzielle Sicherheit und das Pandemieende.

„Die Menschen in unserem Land haben sich augenscheinlich wieder mehr auf den Wert der Familie besonnen und schätzen die gegenseitige Hilfe und Unterstützung“, so Haimbuchner.

Beratung und Unterstützung in Krisensituationen

Zahlreiche Einrichtungen unterstützen in Krisensituationen, darunter das Elterntelefon unter 142, die Krisenhilfe OÖ unter 0732/2177 und „Rat auf Draht“ unter 147 ein.

Auch die Kinder- und Jugendhilfe und die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Oberösterreich bieten praktische Tipps und vertrauliche Beratung an. In psychosozialen Anliegen sind die Beratungsstellen von Arcus Sozialnetz, Exitsozial und pro mente OÖ wichtige Anlaufstellen.

Dazu kommen die Familienberatungsstellen in Oberösterreich, wie beispielsweise „BeziehungLeben“ des Katholischen Bildungswerks, der Verein „Miteinander“, „Aktion Familie“ sowie zahlreiche weitere Einrichtungen wie der Verein PIA, der Verein Rainbows und einige mehr.

NEOS: Taten folgen lassen

Angesichts der Ergebnisse der Umfrage fordern die NEOS Oberösterreich, Taten folgen zu lassen. „Die Interessen von Oberösterreichs Familien gehören ganz oben auf die To-Do-Liste der Landesregierung“, sie seien das Fundament für die Zukunft der Gesellschaft, des Wohlstandes und Wirtschaftsstandortes.


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