Ehrenlandesleiter der Wasserrettung Walter Kobzik verstorben
LINZ/OÖ. Der Landesverband OÖ der Österreichischen Wasserrettung trauert um ein Urgestein der Wasserrettung. Ehrenlandesleiter und Ehrenringträger Walter Kobzik ist im 88. Lebensjahr in Linz verstorben.

Geboren am 11.07.1935 in Bratislava widmete Walter Kobzik sein Leben der ehrenamtlichen Arbeit in der Wasserrettung, wo er unter anderem fast 30 Jahre als Landesleiter die Verantwortung übernahm. Seine zahlreichen Auszeichnungen spiegeln sein Engagement im Einsatz für die Gesellschaft wider. Unter anderem erhielt er das Verdienstzeichen in Gold der Republik Österreich, die Landesrettungsmedaille in Gold, die Humanitätsmedaille des Landes Oberösterreich, die Verdienstmedaille des Österreichischen Roten Kreuzes in Gold und als höchstmögliche Auszeichnung innerhalb der Österreichischen Wasserrettung wurde ihm der Ehrenring verliehen.
Walter Kobzik übernahm in vielen Funktionen Verantwortung, als Einsatzleiter am Pichlingersee und am Traunsee, als Haupteinsatzleiter des Abschnittes Linz-Umgebung, als Landesleiter von 1970 bis 1973 und von 1975 bis 1999 und als Vizepräsident der Österreichischen Wasserrettung von 1984 bis 1994.
1999 legte er zwar seine offiziellen Funktionen zurück, blieb aber natürlich nicht nur Mitglied der Wasserrettung, sondern war als Ehrenlandesleiter ein gern gesehener Gast.
23 Ortsstellen
Sein jahrelanges unermüdliches Engagement trug wesentlich dazu bei, dass sich die ÖWR seit ihren Anfängen als „Ausbildungsorganisation“ zu einer Einsatzorganisation gewandelt hat, die heute mit 23 Ortsstellen in ganz Oberösterreich für Sicherheit in und am Wasser sorgt.
In lebhafter Erinnerung bleiben seinen Kameraden die Erzählungen über die Wasserrettung. Ganz besonders hat er gestrahlt, wenn es um die Anfangsjahre der Wasserrettung gegangen ist. Walter Kobzik hat dem Landesverband 2007 auch seine persönlichen schriftlichen Erinnerungen an die Zeit von 1956 bis 1999 in der Wasserrettung überlassen.
Seine Schlussworte in diesem Manuskript sind: „Im Gebäude der ÖWR war und bin ich nur ein Baustein. Um ein Gebäude zu errichten, bedarf es vieler Bausteine, die alle einen Namen haben, aber es ist nicht immer möglich alle Namen zu nennen. Doch die Aufgabe, ein wertvoller Baustein für eine gute Sache zu sein, zeichnet uns aus.“
Am 22. Juni gibt es im Urnenhain Urfahr von 8 bis 12 die Möglichkeit zur Verabschiedung.


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