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OÖ. In Oberösterreich mussten im Jahr 2023 (Stand 2. Jänner) 73 Verkehrstote beklagt werden. Nach 2020 (damals 67) ist das der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Gleichzeitig gab es in Oberösterreich auch den größten Rückgang an Verkehrstoten. Sieben Verkehrsteilnehmer weniger als 2022 sind auf Oberösterreichs Straßen ums Leben gekommen.

Symbolfoto (Foto: Mario Hoesel/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: Mario Hoesel/stock.adobe.com)

„Die Statistik bekräftigt ein geringes Niveau der tödlichen Unfälle im Straßenverkehr. Dennoch ist jeder tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer schlichtweg einer zu viel. Hinter den 73 tödlichen Verunglückten verbirgt sich jede Menge Leid und Schmerz“, so Mobilitäts-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Zahlen im Bezirksvergleich

Der Vergleich der 18 Verwaltungsbezirke zeigt, dass

  • in den Bezirken Linz-Land (9), Grieskirchen/ Eferding (8), Ried und Braunau (je 7) die meisten Verkehrstoten 2023 zu beklagen sind.
  • In Steyr-Stadt (0), Gmunden (1) und Linz-Stadt (2) waren im vergangenen Jahr die wenigsten Verkehrstoten zu verzeichnen.
  • Im Vergleich zum Vorjahr, gab es in den Bezirken Ried (+4) und Freistadt (+2) die größten Steigerungsraten.
  • Die Bezirke Vöcklabruck (-6) sowie Linz-Stadt und Braunau (je -3) konnten den größten Rückgang verzeichnen.

Angestiegen sind die Werte der Motorradfahrer/innen (+7), Fußgänger/innen (+3) und Klein-Lkw (+2). Am meisten gesunken ist die Zahl der getöteten Radfahrer (-7) und der Moped-Lenker (-5).

Größter Rückgang bei Über 74-Jährigen

Den größten Anstieg bei tödlichen Verkehrsunfällen gab es in den Altersgruppen ab 25-34 Jahren (+8), 35-44 (+6) und 45-54 (+4). Bei der Gruppe 74+ war mit einem Minus von elf (Rückgang von etwa 58 Prozent) der größte Rückgang zu verzeichnen. Zurückgegangen ist auch die Altersgruppe 65 bis 74 (-8) und 55-64 (-5.)

Unfallursachen: zu schnell, abgelenkt

Bei fast einem Drittel der Verkehrsunfälle war nicht angepasste Geschwindigkeit (29 Prozent) Hauptunfallursache, gefolgt von Unachtsamkeit/Ablenkung (27 Prozent) und Überholen (12 Prozent).

„Vor rund fünf Jahrzehnten ereigneten sich jährlich über 400 tödliche Unfälle und damit rund sechsmal so viele wie heuer. Die Statistiken zeigen somit deutlich, was alles in den vergangenen Jahrzehnten unternommen wurde, um die Sicherheit auf unseren heimischen Straßen zu verbessern.  Dennoch ist nach wie vor eine Vielzahl der Unfälle in unserem Bundesland vermeidbar. Besonders beim Thema Missachtung der Verkehrsregeln oder Ablenkung sind es oft nur Kleinigkeiten, die ausschlaggebend sind, um sicher ans Ziel zu kommen. Durch Bewusstseinsbildung wollen wir einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Verkehrssicherheit nachhaltig und langfristig zu stärken“, unterstreicht Steinkellner.

Radlobby OÖ fordert, auf Szenario „ZERO“ hinzuarbeiten

„Es ist höchst erfreulich dass die Anzahl an im Straßenverkehr getöteten Personen auch in OÖ zurück gegangen ist, insbesondere freut uns natürlich dass dies auch im Bereich Radfahren vom Rekordwert aus 2022 wieder stark zurück gegangen ist“, reagiert die Radlobby OÖ auf die Statistik. Es fehle in der oö. Verkehrspolitik aber die Vision auf ein Szenario „ZERO“ hinzuarbeiten, dafür müsse man aber Initiativen wie „Tempo 30 in Ortsgebieten“ oder generell Tempolimits in Betracht ziehen. Kritisiert wird auch das fehlen von Maßnahmenpaketen zum Thema Radverkehrssicherheit. „Aufgrund der fehlenden Radwege und kaum neu gebauten Radwegen wäre dies ein Gebot der Stunde!“


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