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OÖ. Wie berichtet ist seit Jahresanfang die Normverbrauchsabgabe (NoVA) für neu gekaufte Autos höher. Das würde vor allem Familien und Unternehmer treffen, sagt Infrastruktur- Landesrat Günther Steinkellner. Angesichts der Krisenbewältigung sei nach besten Möglichkeiten der Unterstützung, nicht nach zusätzlicher Belastung zu suchen, kritisiert er.

Die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe trifft neben Familien auch Unternehmen wie Handwerksbetriebe oder das Baugewerbe (Symbolbild). (Foto: Carolyn Franks/Shutterstock.com)

Durch die Steuerhöhung bei Neuwägen werden größere Autos teurer. Für Familien mit mehreren Kindern seien kleine Kompaktwägen allerdings keine Option, hält Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) fest. „Diese neue Steuerbelastung für unsere Familien halte ich nach wie vor für den falschen Weg. Gerade jetzt, wo ohnehin viele Familien erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, auch noch die Anschaffung eines neuen Familienfahrzeuges erheblich zu verteuern, ist ein Schritt in die eindeutig falsche Richtung. Es gilt im Angesicht der Krisenbewältigung unsere Familien nach besten Möglichkeiten zu unterstützten und nicht zusätzlich zu belasten“, führt der Landespolitiker aus.

Weitere Erhöhung für leichte Nutzfahrzeuge ab Juli

Ab Juli sollen außerdem leichte Nutzfahrzeuge höher besteuert werden, was vor allem Unternehmen trifft. Zum Einsatz kommen diese Fahrzeuge oft bei Handwerksbetrieben, Gärtnereien oder im Baugewerbe. Schwierig sei die NoVA-Erhöhung laut Steinkellner vor allem für Ein-Personen-Unternehmen sowie Klein- und Mittelbetriebe. Leichte Nutzfahrzeuge wie Transporter waren bisher von der NoVA ausgenommen, nun wird diese bis 2024 schrittweise erhöht. „Diese Steuer hat es in sich. Waren als LKW zugelassene Neufahrzeuge bisher von der NoVA befreit, schlägt diese auf Motorleistung und CO2-Ausstoß-bezogene Kostensteigerung schon sehr bald und im vollen Umfang zu. Der Faktor Mobilität wird dann auf zukünftigen Firmenrechnungen einen bedeuten Stellenwert einnehmen. Die Argumentation, dass alle E-Neufahrzeuge weiterhin von der NoVA ausgenommen und darüber hinaus gefördert werden ist erfreulich, aber nicht zu Ende gedacht. Bei Nutzfahrzeugen gibt es nämlich für die meisten Anwendungsbereiche keinen adäquaten Ersatz auf dem Markt“, kritisiert Steinkellner.

Mit der NoVA-Erhöhung würden auch keine ökologischen Fragestellungen gelöst. Laut Steinkellner brauche es stattdessen Investitionen in alternative Forschung und Technologien im Bereich E-Fuel- und Wasserstoffantriebe.


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