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Tips Logo Online Redaktion, 27.04.2021 15:23

OÖ. Auch wenn aktuell alle Welt über die Corona-Impfung spricht, man darf auch nicht auf andere wichtige Schutzimpfungen vergessen. Bis Ende April läuft die „Europäische Impfwoche 2021“. Anlass genug, an Impfungen wie die HPV-Impfungen, die Zeckenschutzimpfung und andere zu erinnern.

Symbolfoto (Foto: 9nong/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: 9nong/Shutterstock.com)

„“mpfungen gehören zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen, die die Medizin zu bieten hat. Die Impfung gegen Covid-19 steht durch die laufende Impfkampagne derzeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Aber es gibt abseits von Corona viele weitere wichtige Schutzimpfungen, die nicht vernachlässigt werden dürfen“, betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander. “Besonders wichtig ist es, die im kostenlosen Kinderimpfkonzept angebotenen Impfungen rechtzeitig in Anspruch zu nehmen und eventuell nachzuholen, falls dies erforderlich ist. Schulimpfungen, die pandemiebedingt teilweise nicht stattfinden konnten, werden in den nächsten Wochen und Monaten auch unter den erschwerten Bedingungen nachgeholt“, unterstreicht Haberlander.

Impfung gegen Krebs im Schulimpfprogramm

Noch immer weniger als 50 Prozent beträgt in Österreich die Durchimpfungsrate gegen die Humanen Papilloma Viren (HPV). Die HPV-Impfung ist neben der Hepatitis-B-Impfung die zweite, die eine Krebserkrankung verhindern kann. „Wir wollen die Eltern und Erziehungsberechtigten immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es eine Chance gibt, ihre Kinder durch die kostenlose HPV-Impfung im Rahmen des Schulimpfprogrammes frühzeitig zu schützen“, so die LH-Stellvertreterin. Deshalb findet die HPV-Schulimpfung seit Herbst 2020 nicht mehr in den Volksschulen, sondern in der 5. Schulstufe statt. „Wir glauben, dass bei den Eltern von Kindern in diesem Alter das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer HPV-Impfung stärker vorhanden ist“, erklärt Haberlander die Änderung.

Rückgang an Masernfällen darf nicht in Sicherheit wiegen

Auch wenn durch die Corona-Hygiene- und Schutzmaßnahmen die Zahl der Masernfälle in Österreich mit 25, acht davon in Oberösterreich, relativ gering war, dürfe man sich hier aber nicht in Sicherheit wiegen. „Entscheidend ist eine möglichst hohe Durchimpfungsrate mit zwei Impfdosen. Besonders bei jüngeren Erwachsenen zwischen 19 und 30 Jahren gibt es Impflücken, weil in diesen Jahrgängen teilweise nur einmal geimpft wurde, hier wird langsam aufgeholt“, so Haberlander. Die Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) nachzuholen sei immer wichtig und auch laufend möglich. Masernimpfungen sind an den öffentlichen Impfstellen für alle Altersgruppen weiterhin kostenlos verfügbar.

Im Anlaufen ist die Zeckenschutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis). Das Land OÖ sorgt wieder für vergünstigte Impfungen bei den öffentlichen Impfstellen.

Mutter-Kind-Zuschuss für Impfungen in Oberösterreich

Seit Einführung der wichtigsten Impfungen sind viele gefährliche Infektionskrankheiten selten geworden und haben daher scheinbar ihren Schrecken verloren. Daher sei die Information über die Erkrankungen und die möglichen Impfungen entscheidend. Zur Bewusstseinsbildung und um die Durchimpfungsrate zu erhöhen, wurden und werden in Oberösterreich bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. So setzt das Land OÖ als einziges Bundesland mit dem Mutter-Kind-Zuschuss auf ein Belohnungssystem für Eltern, die ihren Kindern Vorsorge unter anderem durch die allgemein empfohlenen Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder bieten.

Individuelle Empfehlungen über e-Impfpass

„Impflücken kommen nicht nur daher, dass Menschen sich bewusst gegen das Impfen entscheiden, sondern weil im Alltagsleben die Impf-Intervalle in Vergessenheit geraten. Die Corona-Pandemie hat die Einführung des elektronischen Impfpasses beschleunigt. Im Vollbetrieb werden über den e-Impfpass auch personalisierte Impfempfehlungen möglich sein. Hier hoffe ich auf eine möglichst rasche Umsetzung“, so Gesundheitsreferentin Haberlander.


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