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OÖ/LINZ. Im Rahmen der zwölften Ausgabe von „Marktplatz Lebensnetze“, veranstaltet im Power Center der Energie AG OÖ in Linz, wurden wieder Sachspenden, Arbeitsleistungen und Know-how erfolgreich getauscht. Die Deals mit einem Symbolwert von insgesamt 162.675 Euro schlossen 37 oberösterreichische Wirtschaftsunternehmen mit 21 oberösterreichischen gemeinnützigen Organisationen.

  1 / 4   12. "Marktplatz Lebensnetze", v.l.: Gerald Punzhuber (KPMG), Carolin Mack (VKB Bank), Kathrin Kühtreiber-Leitner (Oberösterreichische Versicherung), LH-Stellvertreterin Christine Haberlander, Thomas Märzinger (OÖ. Rotes Kreuz), Werner Steinecker (Energie AG), Kurosch Yazdi (NeuroMedCampus), Michael Baminger (Institut Lebensnetze) (Foto: Mathias Lauringer/soulspacestudios.at)

„Weg von der einseitigen Charity-Aktion, hin zur fairen Begegnung auf Augenhöhe“, beschreibt Gerhard Heidlmair, Geschäftsführer des Linzer Instituts Lebensnetze, den grundlegenden Gedanken des Marktplatzes. „Bei uns wird nicht geschenkt oder gespendet. Hier beschließen engagierte Unternehmen, Verbände oder Freiberufler faire Handelsgeschäfte mit gemeinnützigen Organisationen.“

Dass dieses Format seit der Erstausgabe gut ankommt, bestätigt eine anhaltende, ausgeprägte soziale Kraft im Land. So war der Marktplatz oft auch nur Initialzündung für Unternehmen, sich gesellschaftlich einzubringen. Viele pflegen ihre Kooperation über mehrere Jahre und profitieren davon nachhaltig. Weil der Tausch für beide Seiten einfach genau passt. Und genau darum geht es: unkompliziert und rasch dort zu unterstützen, wo Hilfe notwendig ist.

Gewinn für alle

Auch wenn der „Marktplatz Lebensnetze“ keine Geldspenden bringt, bedeutet jeder einzelne Deal einen großen Gewinn für alle. Davon ist auch Vereinsvorsitzender Michael Baminger berührt: „Durch den Marktplatz durfte ich immer wieder die Großzügigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der sich die Oberösterreicher engagieren, persönlich miterleben. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Es ist großartig, welche Vereinbarungen hier zustande kommen.“

Die Marktplatz-Methode

Die Marktplatz-Methode basiert auf einem niederländischen Modell, das die Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2006 in den deutschsprachigen Raum gebracht hat. Diese Methode schafft die Rahmenbedingungen für den notwendigen gesellschaftlichen Austausch zwischen Unternehmen/Freiberuflern und gemeinnützig-sozialen Organisationen.

Der Verein Lebensnetze wurde 2004 in Oberösterreich als Non-Profit-Organisation gegründet, ist ideologisch ungebunden und weder religiös noch politisch orientiert. Er versteht sich als Plattform für gemeinnützig-soziale Kooperation in Oberösterreich und unterstützt Unternehmen in der Entwicklung und Umsetzung sozialer Projekte. Die Mitglieder des Vereins beschäftigen sich damit, soziale Aspekte – ohne wirtschaftliche Hintergedanken – zu fördern und sich so für sozial Benachteiligte zu engagieren. Die Finanzierung des Vereins erfolgt über Sponsoren und Spenden.


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