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OÖ. Für die Gemeinden in OÖ gibt es wie angekündigt künftig einen Leitfaden, wie sich die Verantwortlichen auf einen möglichen Blackout vorbereiten und im Fall des Falls handeln sollen. Der Leitfaden wurde vom Land OÖ gemeinsam mit dem Zivilschutzverband OÖ und den Bezirkshauptmannschaften erarbeitet. So sollen unter anderem „Selbsthilfe-Basen“ eingerichtet werden.

 (Foto: Kybele/stock.adobe.com)
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„Die druckfrischen Mappen gewährleisten im Ernstfall, dass auf regionaler Ebene eine rasche und effektive Krisenstabsarbeit geleistet werden kann – auch dann, wenn Licht, Internetzugang und klassische Kommunikationsmöglichkeiten fehlen“, so Gemeinde- und Katastrophenschutz-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP), die an die Gemeindevertreter appelliert, die notwendigen Maßnahmen laut Handlungsanleitung zu treffen.

Nach ersten Überlegungen der BH Eferding wurde 2018 das Netzwerk „Sicheres OÖ“ gegründet, eine Planungsgrundlage wurde erstellt. Das Land OÖ hat die Zivilschutz-Blackout-Experten mit der Vertiefung dieser Unterlagen beauftragt, unterstützt wurden sie von der BH Perg und Zivilschutz-Präsidiumsmitglied Werner Kreisl. Mit dem nun entstandenen „Notfallplan Blackout“ können sich die jeweiligen Gemeindeverantwortlichen auf Basis der örtlichen Begebenheiten auch einen individuellen Alarm- und Einsatzplan erarbeiten.

Umfasst sind unter anderem die Punkte

  • Eigenvorsorge, Sensibilisierung der Bevölkerung
  • Kommunikation und Information in der Krise
  • Notversorgung mit Strom, Treibstoff, Lebensmittel, Gesundheits- und Sozialleistungen
  • Öffentliche Sicherheit und Ordnung
  • Wiederherstellung der Versorgung und Infrastruktur

„Selbsthilfe-Basen“ einrichten 

Ergänzend können sich Gemeinden vom Zivilschutz beraten lassen. „Auch die Aus- und Weiterbildung für Stabsmitglieder wird ausgeweitet“, so OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

Der Notfallplan sieht auch vor, dass in den Gemeinden „Selbsthilfe-Basen“ eingerichtet werden. „Die Bevölkerung soll bereits in ‚Vor-Krisen-Zeiten‘ darüber informiert werden, welche Selbsthilfe-Basis für den jeweiligen Haushalt zuständig ist bzw. an welche sich dieser wenden kann“, rät Hammer. Solche Basen sind dann Anlaufstelle für medizinische Versorgung oder die Abgabe von Hilfsgütern.

14 Tage autark

Im Fall eines Blackouts ist mit einer Woche bis zu 14 Tagen ohne Strom und mobile Telekommunikation zu rechnen. Neben den übergeordneten Vorkehrungen seitens der Behörden muss auch die Eigenvorsorge bedacht werden – mit haltbaren Lebensmitteln, Wasser, Notfall-Radio, Medikamenten und weiterem Bedarf.

Mehr Infos – auch die Anmeldung zur Zivilschutz-SMS - unter www.zivilschutz-ooe.at


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