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OÖ/LINZ. Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ hat im Rahmen des Grillfleischtests auch mariniertes Geflügel untersucht. Acht von zehn der getesteten Produkte waren zufriedenstellend, einmal führten Aussehen und Knochen­splitter zur Abwertung. Ein anderes Produkt wurde aufgrund seines ekelerregenden Geruches zur Verkostung abgelehnt und als nicht für den menschlichen Verzehr geeignet befunden.

Symbolfoto (Foto: Maksims/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: Maksims/stock.adobe.com)

Die Konsumentenschützer ließen grillfertig gewürztes Geflügelfleisch aus dem Supermarkt gleich nach dem Einkauf sensorisch und mikrobiologisch untersuchen.

Großteil der Fleisch­proben einwandfrei

Bei acht der zehn untersuchten Proben lautete das Testurteil „einwandfrei“. Es zeigten sich allerdings Qualitätsunterschiede. 

In vier Fällen stellten die Fachleute nach dem Anbraten der Geflügelteile geringfügige Mängel bei Geruch und/oder Geschmack fest, die sich aber nicht negativ auf das Gesamturteil auswirkten.

Eine Probe wies im rohen Zustand mikrobiologische Mängel auf. Bei sachgemäßer Durcherhitzung von über 75 Grad, wie auch am Etikett angegeben, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es für Konsumenten zu keinen Qualitäts-Einbußen kommt. Daher wurde auch diese Probe als einwandfrei bewertet.

Vorsicht Knochensplitter

Bei einer Hühner-Grilltasse stießen die Experten auf unsauber geputzte Hühnerteile und teilweise grau-bläuliche Verfärbungen des Fleisches. Zudem wurden Knochensplitter gefunden, die ein Risiko darstellen können. Die Probe wurde daher als wertgemindert beurteilt.

Grillgenuss sieht anders aus

Bei einer „Hähnchen-Grillplatte“ fiel den Experten bereits im Rohzustand ein alter, ekelerregender Gestank sowie abermals eine grau-bläuliche Verfärbung des Fleisches auf. Da die Probe auch nach dem Anbraten nach verdorbenem Fleisch roch, wurde diese zur Verkostung abgelehnt und für den menschlichen Verzehr als inakzeptabel eingestuft.

Tipp: Kühlkette nicht unterbrechen

Auch wenn bei den getesteten zehn Proben keine Salmonellen nachweisbar waren, kann Geflügelfleisch mit gesundheitsschädlichen Keimen belastet sein. Daher ist es wichtig, die Ware bis zur Verarbeitung kühl und getrennt von anderen Produkten zu lagern, bei der Verarbeitung auf Sauberkeit zu achten und das Fleisch nur völlig durchgegart zu essen. Nur wenn die am Etikett angegebene Kühltemperatur (maximal 4 Grad) eingehalten wird, kann die angegebene Haltbarkeit gewährleistet werden. Daher sollte Geflügel in einer Kühltasche mit ausreichend Kühlakkus ohne Umwege nach Hause transportiert und am kältesten Ort im Kühlschrank (Glasplatte über dem Gemüsefach) aufbewahrt werden. 


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