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OÖ. Wenn ein Kind mit Behinderung auf die Welt kommt oder im späteren Leben eine Beeinträchtigung entwickelt, stehen Eltern vor großen Herausforderungen. Das Familienleben sieht für alle Beteiligten dann meist ganz anders aus als beim Großteil anderer Familien.

Andrea Engl-Steinkellner, Pflegende Mutter und Fokus Mensch Beraterin (Foto: Fokus Mensch)
Andrea Engl-Steinkellner, Pflegende Mutter und Fokus Mensch Beraterin (Foto: Fokus Mensch)

Aber: Anders ist auch schön! Natürlich ist das Leben als pflegende Angehörige oft herausfordernd, aber am anstrengendsten finde ich das Mitleid anderer Menschen. Das ist keine Unterstützung, und zeugt schon gar nicht von Inklusionsbereitschaft. Es macht den Alltag um vieles leichter, wenn einem jemand zur Seite steht. Nur so kann man auf Dauer ausgeglichen sein – als Mutter eines Teenagers mit schwerer Behinderung weiß ich, wovon ich rede. Um Hilfe zu fragen, fällt nicht immer leicht, aber falscher Stolz ist hier fehl am Platz. Eine gesunde Portion „Egoismus“ ist notwendig, denn als pflegende Angehörige muss man sich auch Auszeiten zugestehen. Es gilt, sich rechtzeitig ein Unterstützungs-Netzwerk aufzubauen. Das betrifft nicht nur den Privatbereich, sondern auch offizielle Stellen: Kurzzeitpflege-Plätze für Menschen mit Behinderung ermöglichen Angehörigen eine Auszeit vom Alltag. Außerdem gibt es stationäre Reha-Angebote für betreuende Angehörige, die allein oder gemeinsam mit der zu pflegenden Person in Anspruch genommen werden können. In meinen Beratungen suche ich gemeinsam mit Angehörigen nach individuellen Lösungen und Fördermöglichkeiten dafür.

Mehr unter www.fokusmensch.info/Wissen/Barriere-FREI-TagWissen/Barriere-FREI-Tag

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