Kinder entdeckten die Welt des Blutes, bei einem Blick hinter die Kulissen in der Linzer Blutzentrale
OÖ/LINZ. Wie sieht Blut unter dem Mikroskop aus? Welche Blutgruppe habe ich? Und wie wird aus einer Blutspende ein lebensrettendes Medikament? Diesen Fragen gingen 40 Kinder und Jugendliche bei der KinderUni Oberösterreich bei einem Besuch in der Blutzentrale des OÖ. Roten Kreuzes in Linz auf den Grund – und lernten dabei auch, warum Blutspenden so wichtig sind.

„Ich habe dieselbe Blutgruppe wie meine Mama!“ Mit diesem stolzen Ausruf hielt ein zehnjähriger Teilnehmer seine Auswertung in die Höhe. Wenige Minuten zuvor hatte er mit einem kleinen Fingerstich seine Blutgruppe bestimmt. Gemeinsam mit 39 weiteren Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 15 Jahren nahm er am Workshop „… bis auf's Blut!“ der KinderUni Oberösterreich in der Blutzentrale in Linz teil.
An zwei Tagen tauchten die jungen Teilnehmer in die Welt der Transfusionsmedizin ein. Sie untersuchten Blutproben unter dem Mikroskop, bestimmten ihre Blutgruppe und erfuhren, welche Bestandteile Blut hat. Außerdem konnten sie ihre eigene DNA aus einer Speichelprobe sichtbar machen.
Die Kinder erfuhren auch, wie eine Blutspende abläuft, welche Untersuchungen jede Blutkonserve durchläuft und wie aus einer Spende ein lebensrettendes Blutprodukt wird.
Nachhaltiges Wissen
„Wer versteht, wie Blut Leben retten kann, entwickelt schon früh ein Bewusstsein für Gesundheit, Verantwortung und Zusammenhalt. Genau das wollen wir vermitteln“, so OÖ. Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.
Auch die Medizinische Direktorin der Blutzentrale Linz, Susanne Süßner, betont den Wert des praktischen Lernens: „Wenn Kinder selbst experimentieren, beobachten und entdecken dürfen, bleibt Wissen besonders nachhaltig im Gedächtnis. Gleichzeitig zeigen wir, wie viele Menschen und wie viel Know-how notwendig sind, damit Blutprodukte sicher bei Patientinnen und Patienten ankommen.“
55.000 Blutkonserven pro Jahr
Die Blutzentrale OÖ stellt seit mehr als 60 Jahren die Blutversorgung in Oberösterreich sicher. Jährlich werden dort rund 55.000 Blutkonserven und 5.000 Thrombozytenkonzentrate hergestellt, untersucht und an die Krankenhäuser im Bundesland ausgeliefert. Mehr als 200 Mitarbeiter arbeiten dabei mit über 200.000 registrierten Blutspendern zusammen.
Bewusstsein schaffen
Da das Durchschnittsalter der Erstspender steigt, setzt das OÖ. Rote Kreuz verstärkt auf Bewusstseinsbildung bei jungen Menschen. Angebote wie die KinderUni sollen Interesse an Medizin und Gesundheit wecken und zugleich zeigen, wie wichtig Blutspenden für die Versorgung von Patienten sind.
„Vielleicht stehen hier heute nicht nur junge Forscherinnen und Forscher, sondern auch einige der Blutspender von morgen“, so Hirz.
Weitere Informationen und alle Blutspendetermine: www.roteskreuz.at/blut/home


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden