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OÖ. Mit 15. April endet wieder die situative Winterreifenpflicht in Österreich. Vor dem Räderwechsel sollte der Zustand der Sommerreifen überprüft werden. 

 (Foto: digitale-fotografien/stock.adobe.com)
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„Winterreifen haben bei Temperaturen unter acht Grad Celsius bessere Fahreigenschaften und sind somit sicherer. Bei Temperaturen unter acht Grad Celsius sollten Winterpneus am Auto montiert sein“, so Johannes Kremslehner, technischer Inspektor des ARBÖ Oberösterreich.

Auch beim ÖAMTC verweist man darauf, dass man das Wechseln aber nicht nur vom Datum, sondern auch vom aktuellen Wetter abhängig machen sollte: „Grundsätzlich spricht zwar nichts dagegen, auch bereits vor dem 15. April umzustecken“, so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. „Man sollte aber immer ein Auge auf den Wetterbericht haben, denn nur, wenn es konstant warm ist und man zum Beispiel keinen Ausflug in die Berge geplant hat, sollte man auch wirklich wechseln.“

Profiltiefe mindestens 1,6 Millimeter

Sommerreifen müssen eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen, was auch für das Reserverad gilt. Die Kontrolle solle großzügig ausfallen, die 1,6 Millimeter gelten auch noch zum Ende der Sommerreifen-Saison.

Wenn der Gummi schon in die Jahre gekommen ist - Sommerreifen sollten nicht älter als acht Jahre sein - müssen ebenfalls neue Reifen aufs Auto. Das Herstellungsdatum ist auf der Reifenflanke ablesbar – hier findet man die vierstellige „DOT-Nummer“. 

„Bis neue Sommerreifen ihren optimalen Grip haben, müssen diese etwa 200 bis 300 Kilometer auf trockener Fahrbahn eingefahren werden“, so Stefan Deschka, Vertreter des Reifenhandels im Landesgremium des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer OÖ. „Größtmögliche Sicherheit bringen Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter, Ganzjahresreifen sind immer nur ein Kompromiss“, ist er überzeugt.

Risiko: Winterreifen „fertigfahren“

Nicht die beste Entscheidung sei es, abgefahrene Winterreifen unter vier Millimeter Profiltiefe im Sommer „fertigzufahren“: „Die Winter-Gummimischung ist auf Temperaturen von unter sieben Grad ausgelegt. Bei höheren Temperaturen verlängert sich der Bremsweg gegenüber einem Sommerreifen beträchtlich“, sieht Deschka ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Auch der ARBÖ verweist auf diesen Umstand, auch wenn das Fahren mit Winterreifen im Sommer grundsätzlich erlaubt ist. „Die Gummimischung und das Profildesign von Sommerreifen bieten bei höheren Temperaturen besseren Grip, Komfort, Haltbarkeit und Kraftstoffverbrauch.“

Weitere Gründe, im Sommer auch Sommerreifen zu verwenden, sind laut Deschka Fahrhilfen: ABS (Anti-Blockier-System) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) können nur dann richtig arbeiten, wenn die Verbindung zum Asphalt optimal ist, also die richtigen Reifen verwendet werden.

Worauf man beim Einlagern der Winterreifen aufpassen sollte

  • Profiltiefe messen (Mindestprofiltiefe Winterreifen: vier Millimeter)
  • Reifen reinigen, Stahlfelgen mit Lackpflegemittel konservieren, Alu-Felgen mit Klarlack versiegeln
  • Lagerung an einem trockenen, schattigen Ort, geschützt vor Benzin, Ölen und Chemikalien
  • Stehende Reifenlagerung vermeiden
  • Luftdruck vor der Lagerung leicht erhöhen

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