Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Tips Logo Online Redaktion, 04.10.2024 13:22

OÖ. In Zeiten, in denen die Menschen viel Zeit im Internet verbringen, verlagern sich auch die kriminellen Aktivitäten in diesen Raum. Vor allem in den sozialen Medien häufen sich die Betrugsmaschen: von betrügerischen Pyramiden- und Schneeballsystemen bis hin zu „Get-rich-quick“-Gurus. Sie alle haben eines gemeinsam: Das vermeintliche Versprechen, über Nacht reich zu werden.

Fake-Profile vermitteln ein oft müheloses Leben und die Chance auf schnelles Geld. (Foto: Adobe Stock, Design Depot KI-generiert)

Pyramiden- und Schneeballsysteme gibt es schon länger, durch die sozialen Medien bekommen Betrugsmaschen eine zusätzliche, für gutgläubige Menschen gefährliche Dimension.

Was steckt hinter den Betrugsmaschen?

Als Pyramiden- und Schneeballsysteme werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Teilnehmeranzahl benötigen. Um Teil dieser Systeme zu sein, zahlen neue Teilnehmer eine Gebühr in festgelegter Höhe an die Spitze der Pyramide. Anschließend müssen diese eine bestimmte Anzahl neuer Mitspieler anwerben, die wiederum ihr eigenes Geld investieren, das dann erneut an die Spitze der Pyramide geht. Eine andere Masche sind beispielsweise „Get-rich-quick“-Videos. Hier versprechen selbst ernannte Coaches in Werbevideos auf Youtube oder Instagram das schnelle Geld ohne große Anstrengung und Zeitaufwand. Mit lockenden Versprechen wie „Willst du der erste Millionär in der Familie sein?“ oder „Mit einem Zeitaufwand von zwei Stunden 500 bis 2000 Euro am Tag“ werden Menschen geködert. Wie das genau funktioniert, erfahre man in Onlinekursen und -coachings oder bei digitalen Veranstaltungen. Aber statt schnellen Reichtums kosten diese Informationen vor allem eines: viel Geld.

Auch bei Kryptowährungen und Anleitungen zum angeblich erfolgreichen Traden ist Vorsicht geboten, denn es tummeln sich viele Kriminelle auf diesem Markt. Alle Formen von Betrug verbindet, dass gutgläubigen Anlegern große Gewinne in kurzer Zeit versprochen werden. Die Betreiber von Fake-Kryptobörsen tauchen oft unter, ihr Geld sehen die Betrogenen in der Regel nicht wieder. Geschäftsmodelle mit Immobilien und Ferienwohnungen, die in kurzer Zeit „einen sechsstelligen Umsatz generieren und ein Traumleben finanzieren“, sollten unbedingt hinterfragt werden.

Was sind die Triggerpunkte?

Ziel dieser Betrugsmaschen sind oft junge Menschen, die von einem Leben wie in einem Instagram-Post träumen, ohne viel dafür arbeiten zu müssen. Nicht zu unterschätzen ist auch der soziale Druck, der gerade im Bekannten- oder Freundeskreis zum Mitmachen führen kann. Der Traum vom schnellen Geld kann aber ganz schnell zum Albtraum werden. Denn anstatt mehr Geld zu verdienen, kostet es vor allem Geld. Der erste Kontakt ist oft kostenlos, scheinbar erfolgversprechende, schnelle Strategien werden angeteasert. Bei solchen Angeboten ist Vorsicht geboten, denn es verdienen meist nur die Betreiber. Der Reiz liegt in der scheinbaren Flexibilität, den vielen Reisen, dem Luxusleben – kurzum: einem aufregenden Leben mit wenig Arbeit. Fake-Profile präsentieren Erfolgsgeschichten von vorwiegend jungen und attraktiven Menschen, die angeblich durch ihre Methoden reich geworden sind, und wecken so das Interesse. Doch die Gefahren sind groß: Viele verlieren ihre Einsätze, einige brechen dafür sogar ihre Ausbildung ab oder kündigen ihren Job.

Erfolg kommt selten über Nacht. Viele dieser Versprechungen sind unrealistisch und unseriös. Investitionen und Geschäftsmodelle, die schnellen Gewinn versprechen, sind oft mit hohen Risiken verbunden, die unerwähnt bleiben. Die selbst ernannten Experten, die einem Quellencheck meistens nicht standhalten, verschwinden mit ihren vielversprechenden und „x-tausendfach bewährten Strategien“ meist so schnell, wie sie gekommen sind. Zurück bleiben verzweifelte, betrogene Menschen.

Zu schön, um wahr zu sein

„Wenn märchenhafte Gewinne versprochen werden, sollten die Menschen bereits misstrauisch werden. Wir empfehlen jedenfalls vermeintlich gewinnbringende Angebote genau zu hinterfragen und niemals Geld im Voraus an Unbekannte zu überweisen. Finanzbildung soll junge Menschen für solche Gefahren sensibilisieren. Daher kann nicht oft genug betont werden, dass, wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, es meistens Betrug ist“, unterstreichen Experten der Sparkasse OÖ, und ergänzen: „Durch Finanzbildung wollen wir den Jugendlichen die Wirtschaft näherbringen. Denn wenn man sich mit Finanzen auskennt und die Zusammenhänge versteht, ist es auch leichter, etwas kritisch zu hinterfragen.“ Oftmals werden im Internet auch Workshops oder Fünf-Schritte-Pläne zur ersten Immobilie angepriesen. Das Thema Haus oder Wohnung ist aber stark abhängig von den eigenen Wohnwünschen und der finanziellen Gesundheit. Zertifizierte Wohnbauberater beraten bereits vor Beginn des Bauvorhabens über Finanzierung sowie Förderungen und informieren über die allgemeinen und individuellen Möglichkeiten. In einem persönlichen Beratungsgespräch wird das Vorhaben im Detail besprochen und ein individuelles Finanzierungskonzept erstellt.

Wie schütze ich mich vor Betrugsmaschen?

Die Sparkasse OÖ setzt sich für eine finanzielle Gesundheit der Menschen ein. Dazu gehört auch, bereits junge Menschen zu beraten und zu befähigen, fundierte, finanzielle Entscheidungen zu treffen und sich vor Betrug zu schützen. Finanzbildung in jungen Jahren ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

„Wenn märchenhafte Gewinne versprochen werden, sollten die Menschen bereits misstrauisch werden. Wir empfehlen jedenfalls vermeintlich gewinnbringende Angebote genau zu hinterfragen und niemals Geld im Voraus an Unbekannte zu überweisen. Finanzbildung soll junge Menschen für solche Gefahren sensibilisieren. Daher kann nicht oft genug betont werden, dass, wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, es meistens Betrug ist“, unterstreichen die Experten der Sparkasse OÖ, und ergänzen: „Durch Finanzbildung wollen wir den Jugendlichen die Wirtschaft näherbringen. Denn wenn man sich mit Finanzen auskennt und die Zusammenhänge versteht, ist es auch leichter, etwas kritisch zu hinterfragen.“ Oftmals werden im Internet auch Workshops oder Fünf-Schritte-Pläne zur ersten Immobilie angepriesen. Das Thema Haus oder Wohnung ist aber stark abhängig von den eigenen Wohnwünschen und der finanziellen Gesundheit. Zertifizierte Wohnbauberater beraten bereits vor Beginn des Bauvorhabens über Finanzierung sowie Förderungen und informieren über die allgemeinen und individuellen Möglichkeiten. In einem persönlichen Beratungsgespräch wird das Vorhaben im Detail besprochen und ein individuelles Finanzierungskonzept erstellt.

Tipps der Sparkasse OÖ

  • Gründlich recherchieren: Informationen über das Unternehmen einholen. Seriöse Unternehmen sind transparent und nachvollziehbar.
  • Darüber sprechen: Zweifel und Bedenken mit dem Umfeld teilen. Oft können externe Meinungen eine nüchterne Perspektive bieten. Bei Fragen auch die Bankberater kontaktieren.
  • Auf Warnzeichen achten: Wenn etwas nicht richtig erscheint, ist es besser, dem Bauchgefühl zu vertrauen, und die Finger davonzulassen.

Mit Unterstützung der Sparkasse OÖ unter Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Seit 60 Jahren an der Seite von Menschen mit Krebs: OÖ Krebshilfe feiert Jubiläum

Seit 60 Jahren an der Seite von Menschen mit Krebs: OÖ Krebshilfe feiert Jubiläum

OÖ/LINZ. Eine Krebsdiagnose verändert oft das Leben einer ganzen Familie. Seit 60 Jahren steht die Krebshilfe Oberösterreich Betroffenen und ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
KinderUni OÖ bietet 22 Online-Workshops in den Herbstferien

KinderUni OÖ bietet 22 Online-Workshops in den Herbstferien

OÖ. Die KinderUni OÖ veranstaltet in den Herbstferien von Dienstag, 27. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober, das WEBLAB. Das Online-Programm ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Oberösterreichs Spitzenschule - jetzt Projekte einreichen

Oberösterreichs Spitzenschule - jetzt Projekte einreichen

OÖ. Ab sofort sind Oberösterreichs Schulen wieder eingeladen, ihre Projekte, Aktivitäten und Initiativen einzureichen und sich der Wahl zur ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
50.000 Euro für psychische Gesundheit an Oberösterreichs Schulen gespendet

50.000 Euro für psychische Gesundheit an Oberösterreichs Schulen gespendet

OÖ/LINZ. Die Raiffeisenlandesbank OOÖ und die Kepler-Fonds KAG unterstützen das Schulprogramm KOPFGARTEN@school mit insgesamt 50.000 Euro. ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Neues Hüftgelenk und am gleichen Tag wieder nach Hause: Premiere am Ordensklinikum Linz

Neues Hüftgelenk und am gleichen Tag wieder nach Hause: Premiere am Ordensklinikum Linz

OÖ/LINZ/DIETACH. Das Ordensklinikum Linz hat erstmals eine Hüftgelenksersatz-Operation ambulant durchgeführt. Der 41-jährige Mirzet Hurem ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Begehbares Gebärmuttermodell bei Barmherzigen Brüdern Linz schafft Bewusstsein für Vorsorge

Begehbares Gebärmuttermodell bei Barmherzigen Brüdern Linz schafft Bewusstsein für Vorsorge

OÖ/LINZ. Gynäkologische Krebserkrankungen, Früherkennung und Vorsorge standen und stehen am Donnerstag, 8., und Freitag, 9. Oktober, im Krankenhaus ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weitere Beiträge