Seit 60 Jahren an der Seite von Menschen mit Krebs: OÖ Krebshilfe feiert Jubiläum
OÖ/LINZ. Eine Krebsdiagnose verändert oft das Leben einer ganzen Familie. Seit 60 Jahren steht die Krebshilfe Oberösterreich Betroffenen und Angehörigen zur Seite. Jährlich bietet sie rund 4.500 kostenlose Beratungen an. Ihr Jubiläum feierte die Organisation nun mit einem Festakt an der Bruckneruni in Linz.

In 15 Beratungsstellen in ganz Oberösterreich finden Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen kostenlos Unterstützung. Neben persönlicher und psychologischer Beratung bietet die Krebshilfe auch finanzielle Soforthilfe in Härtefällen an. Vorsorge, Früherkennung und die Förderung der Krebsforschung zählen ebenfalls zu ihren Aufgaben. Möglich wird diese Arbeit vor allem durch Spenden und Charity-Aktionen.
Am Donnerstag, 15. Oktober, feierte die Österreichische Krebshilfe Oberösterreich ihr 60-jähriges Bestehen an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Im Mittelpunkt standen die Menschen, die sich seit Jahrzehnten für Betroffene einsetzen.
Langjähriges Engagement ausgezeichnet
Ein besonderer Höhepunkt des Festakts war die Ehrung zweier langjähriger Wegbegleiterinnen. Präsident Steffen Krause würdigte Gisela Moser, die nach 25 Jahren als Psychoonkologin ausscheidet. Sie begleitete in dieser Zeit zahlreiche Krebspatienten und deren Angehörige durch schwierige Lebensphasen.
Moser und Nicole Hüttner erhielten für ihren Einsatz die Ehrenmünze der Österreichischen Krebshilfe. Hüttner engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die Organisation und führte auch durch den Jubiläumsabend.
Hilfe bleibt unverzichtbar
In seiner Festansprache betonte Landtagspräsident Max Hiegelsberger (ÖVP) die Bedeutung der Krebshilfe als Ergänzung zur medizinischen Versorgung. Besonders hob er die Menschlichkeit und Solidarität hervor, die durch das Engagement zahlreicher Unterstützer und Spender möglich werden.
Auch Präsident Steffen Krause bedankte sich bei den Mitarbeitern, ehrenamtlichen Ärzten und allen Unterstützern. Er unterstrich zudem, wie wichtig das Vertrauen der Patienten und Angehörigen sei, die sich mit ihren Sorgen an die Krebshilfe wenden.
Geschäftsführerin Maria Sauer blickte auf die Entwicklung der Organisation zurück und stellte künftige Schwerpunkte vor. Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität sorgten für die musikalische Gestaltung des Abends.
Bereits am Nachmittag hatten die Krebshilfe und das Diagnostikum Linz bei einer Informationsaktion auf die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung aufmerksam gemacht. Auch ein Vortrag von Peter Bader stand auf dem Programm.
Seit 1966 für Betroffene da
Gegründet wurde die Organisation 1966 als Krebsgesellschaft Oberösterreich. Seit 1994 trägt sie den Namen Österreichische Krebshilfe Oberösterreich. Trotz großer medizinischer Fortschritte bleibt die persönliche Begleitung von Erkrankten und ihren Familien eine zentrale Aufgabe.
Spenden sichern die Hilfe
Die Arbeit der Krebshilfe Oberösterreich wird überwiegend durch Spenden und Charity-Initiativen ermöglicht. Das Jubiläum war deshalb auch ein Dank an alle, die diese Einrichtung mit ihrem Einsatz, ihren Spenden und ihren Initiativen tragen – und ein Auftrag, die Begleitung von Menschen mit Krebs und ihren Familien weiterzuführen.
Weitere Informationen zu den kostenlosen Beratungsangeboten gibt es unter www.krebshilfe-ooe.at








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