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Faustball-Nation jubelt: Österreich mit starker OÖ-Beteiligung erneut U21-Europameister

Tips LogoKarin Seyringer, 05.08.2024 19:35

OÖ/BEZIRK. Mit einer fulminanten Leistungssteigerung haben die österreichischen U21-Faustballer den Europameistertitel gewonnen. Nach einem dritten Platz in der Vorrundengruppe steigerte sich das Team in Jona (Schweiz) am Finaltag und feierte mit einem 3:1-Erfolg gegen Deutschland die Titelverteidigung. Acht Spieler aus oberösterreichischen Mannschaften waren dabei im Nationalteam.

Berechtigter Jubel: Österreichs U21-Faustball-Team ist wieder Europameister, hinten v. l.: Frank Seewald, Lukas Diermair, Benjamin Voit, Michael Klaffenböck, Magdalena Spicker, Philipp Einsiedler, Wolfgang Wildmann; vorne v. l.: Manuel Beck, Elias Eckerstorfer, Marcel Wiesinger, Konstantin Stohl, Michael Hölzl, Markus Huber, Daniel Bodingbauer (Foto: TSV Jona/Sebastian Kammer)

Gestartet war Österreich als Titelverteidiger in der Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen Deutschland mit einem Satzrückstand. Zu viele Eigenfehler ließen das Team von Cheftrainer Wolfgang Wildmann nur schwer in die Begegnung finden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Österreicher aber immer mehr Zugriff auf das Spiel, übernahmen das Kommando – und glichen aus.

Dieser Satzgewinn gab dem Spiel zusätzliche Sicherheit. Mit einem langen Service nutzte Angreifer Benjamin Voit (Union Compact Freistadt) in Abschnitt drei den zweiten Satzball zum 2:1 des Titelverteidigers.

„Von Satz zu Satz besser geworden“

„Wir hatten eine Taktig, die ganz gut funktioniert hat“, so Cheftrainer Wolfgang Wildmann nach der Partie: „Am Anfang haben wir noch ein wenig gebraucht, haben es uns erst selbst schwer gemacht. Aber mit mehr Spieldauer haben wir es geschafft, unsere Angreifer besser in Szene zu setzen. Letztlich sind wir von Satz zu Satz besser geworden.“

Die Entscheidung fiel im vierten Durchgang. Dabei war Team Austria mit einem 1:4-Rückstand gestartet, kämpfte sich aber eindrucksvoll zurück. Die Defensive stand sicher, Deutschland fand kaum eine Lücke mehr. Acht Punkte in Folge sorgten für die 9:4-Führung.

Zwei Punkte verkürzte Deutschland noch, ehe Philipp Einsiedler (UFG Grieskirchen/Pötting) einen langen Ball in Richtung Grundlinie verwertete – und Österreich jubelte.

Schwieriger Start

Im Halbfinale hatte sich die österreichische Mannschaft zuvor mit 3:1 gegen Gastgeber Schweiz durchgesetzt. Gestartet war der Titelverteidiger in die Europameisterschaft aber mit zwei Vorrundenniederlagen gegen Deutschland (1:3) und die Schweiz (2:3), hatte sich erst im dritten Spiel gegen Italien (3:0) den ersten EM-Erfolg gesichert.

„Wir sind reingestartet mit dem Wissen, dass wir trotz der beiden Niederlagen in der Vorrunde jedes Team schlagen können und über eine großartige Qualität verfügen“, jubelte Coach Wildmann direkt nach dem Finalsieg: „Vielen Dank an die vielen Fans, die uns super unterstützt haben. Der Titelgewinn ist großartig!“

Das ist das Siegerteam

Angriff

  • Michael Klaffenböck (AWN TV Enns)
  • Benjamin Voit (Union Compact Freistadt)
  • Manuel Beck (SC Laa/Thaya)

Zuspiel

  • Michael Hölzl (AWN TV Enns)
  • Daniel Bodingbauer (AWN TV Enns)

Abwehr

  • Konstantin Stohl (ÖTB Drösing)
  • Elias Eckerstorfer (DSG UKJ Froschberg)
  • Marcel Wiesinger (Union Compact Freistadt)
  • Markus Huber (Union Tigers Vöcklabruck)

Allround

  • Philipp Einsiedler (UFG Grieskirchen/Pötting)

Trainerteam

  • Wolfgang Wildmann (Teamchef)
  • Lukas Diermair (Co-Trainer)
  • Magdalena Spicker (Physiotherapeutin)
  • Frank Seewald (Delegationsleiter)

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