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Die Sozialistische Jugend (SJ) möchte die Matura abschaffen. „Die österreichische Matura war schon vor der Pandemie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Durch die Folgen der Corona-Lockdowns ist sie untragbar geworden“, sagt Paul Stich, Vorsitzender der SJ.

Foto: Anna Gawlik/shutterstock.com
Foto: Anna Gawlik/shutterstock.com

Die Aufgabe der Bundesregierung sei es nun, so Stich, die aktuellen Debatten zum Anlass für eine tiefgreifende Reform zu nutzen. „Für uns ist klar: Wer mindestens zwölf Jahre lang jede Klasse geschafft hat, braucht am Ende des Schullebens keine Abschlussprüfung. Im Gegenteil: Schüler sollen beweisen dürfen, dass sie das Gelernte auch anwenden können. Bildungsminister Polaschek muss die Lehren aus der Pandemie ziehen und die veraltete Matura durch praxisorientierte Projektarbeiten ersetzen“, verdeutlicht Stich die Forderung der SJ nach einer tiefgreifenden Reform.

Sorge um das Maturaniveau

Vor ein paar Wochen hatten Schüler für das corona-bedingte Aussetzen der mündlichen Matura demonstriert. Während die SJ die Forderungen unterstützt, gibt es von anderer Seite Gegenwind: „Wir haben ab dem Beginn der Pandemie gefordert, dass die mündliche Matura verpflichtend durchzuführen ist. Gerade im Hinblick auf den Erhalt des Maturaniveaus braucht es die Durchführung der teilzentralen Matura“, meint FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl.


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