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WKO zu Ukraine-Krise: "Wichtig ist, dass alle Mittel für eine rasche Deeskalation genutzt werden"

Tips LogoAnna Stadler, 28.02.2022 16:49

OÖ. Auch die oberösterreichischen Unternehmen stellt der Ukraine-Krieg eine enorme Herausforderung dar. Die WKO versucht daher betroffene Betriebe so gut wie möglich zu unterstützen.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Weihbold)
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Weihbold)

Die dramatischen Ereignisse in der Ukraine zeigen uns, wie fragil der Friede in Europa ist. „Aber nicht nur der Friede, auch die wirtschaftliche Prosperität und unsere Zukunft sind stark von den Entwicklungen in der Ukraine abhängig. Über allem stehen jedoch die Solidarität und der Apell, das Leid und die Not in der Ukraine rasch zu beenden und nach politischen Lösungen zu suchen. Wichtig ist, dass alle Mittel für eine rasche Deeskalation der Lage genutzt werden. Wir tragen daher die Sanktionen in Abstimmung mit der Bundesregierung vollinhaltlich mit“, appelliert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer für eine Lösung am Verhandlungstisch anstelle weiterer militärischer Kampf- und Aufrüstungsmaßnahmen.

Fokus auf Unternehmen vor Ort 

Der Krieg und alle damit zusammenhängenden Folgen, insbesondere die Sanktionen der EU und der USA werden massive wirtschaftspolitische Auswirkungen haben. Welche Auswirkungen konkret auf österreichische Unternehmen zu erwarten sind, ist aufgrund der volatilen Lage derzeit noch schwer abschätzbar. Aktuell betreffen die Sanktionen die Bereiche Finanzen, Transport, Energie, wobei seitens der EU eine laufende Ausweitung erfolgt. Daneben wird eine Reihe von österreichischen Unternehmen auch von Lieferkettenproblemen aus der Ukraine selbst und von bereits steigenden Rohstoffpreisen betroffen sein. Für die WKO steht jetzt im Fokus, die aktuell in der Ukraine und in Russland tätigen österreichischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen. „Viele heimische Unternehmen sind in der Ukraine und in Russland aktiv, auch mit Produktionsstätten und Niederlassungen. Für diese Unternehmen bieten unsere AussenwirtschaftsCenter konkrete Hilfestellung vor Ort“, so Hummer. „Bei Fragen zu Einreisen und zum Aufenthalt von auf der Flucht befindlichen Mitarbeitern nach Österreich stehen die regionalen Wirtschaftskammern zur Verfügung.“

Zentrale Frage der Energiesicherheit

Für den Produktionsstandort Oberösterreich, aber auch für die Wirtschaft insgesamt ist die Frage der Energiesicherheit angesichts der hohen Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen essentiell. Alternativbelieferungen und Investitionen in erneuerbare Energie sind daher ein Gebot der Stunde, um negative Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft in der EU und damit auch Österreich und Oberösterreich im speziellen zu verhindern. Gelingt dies nicht, droht zunächst ein Abschwung der guten Konjunktur, die für 2022 prognostiziert wird, ohne damit auf weitere Folgen noch unbestimmter Natur einzugehen.

 

Allen oö. Unternehmen steht als erste Anlaufstelle das ExportCenter unter 05-90909-3458 oder E-Mail: export@wkooe.at zur Verfügung.

Sämtliche Fragen und Aktualisierungen sind in den FAQs auf der Website des Außenwirtschafts-Center Kiew mit laufenden Updates veröffentlicht:

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/ukraine.html

Informationen zu den EU-Sanktionen sind unter nachstehendem Link aufbereitet:

https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/Aktueller_Stand_der_Sanktionen_gegen_Russland_und_die_Ukrai.html

 

 


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