Hypo Oberösterreich mit gutem 1. Halbjahr
LINZ/OÖ. Auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2022 blickt die Hypo Oberösterreich zurück. Zuwächse bei den Finanzierungen und Einlagen sowie Steigerungen beim Zins- und Provisionsergebnis unterstreichen die gute Entwicklung im Kundengeschäft. Allerdings wurden aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung als Vorsichtsmaßnahme die Kreditrisikovorsorgen erhöht.

Das geänderte Zinsniveau führte darüber hinaus zu negativen Bewertungseffekten im Handelsergebnis. Insgesamt wurde ein Halbjahresergebnis vor Steuern von 12,0 Millionen Euro erzielt, das damit nicht ganz an das hervorragende Vorjahresergebnis von 14,9 Millionen Euro herankommt.
Die Bilanzsumme blieb stabil bei 8,06 Milliarden Euro (31.12.2021: 8,16 Milliarden Euro). „Mit unseren erfolgreichen Aktivitäten im Kundengeschäft haben wir die schwierigen externen Rahmenbedingungen sehr gut abfedern können“, betont Hypo-Generaldirektor Klaus Kumpfmüller.
Starkes Kreditgeschäft als Erfolgsfaktor
Einer der Erfolgsfaktoren war einmal mehr ein starkes Kreditgeschäft. Das Finanzierungsvolumen stieg auf hohem Niveau um 180 Millionen Euro auf 5,78 Milliarden Euro (31.12.2021: 5,60 Milliarden Euro). Wachstumstreiber beim Kreditgeschäft war das Segment Großkunden mit den wichtigen Kundengruppen Öffentliche Institutionen und den Klein- und Mittelbetrieben. Hier erhöhte sich das Finanzierungsvolumen um 6,5 Prozent auf 3,10 Milliarden Euro (31.12.2021: 2,91 Milliarden Euro).
Außergewöhnlich gut verlaufen ist auch das Geschäft mit privaten frei finanzierten Wohnbaufinanzierungen. In den ersten sechs Monaten konnte ein Neuvolumen von 131 Millionen Euro erzielt werden. Das ist ein Plus von fast 16 Prozent im Vergleich zum ebenfalls sehr erfolgreichen ersten Halbjahr 2021 und liegt damit auch deutlich über dem österreichweiten Branchendurchschnitt (+ 5,5 %). „Das unterstreicht unsere Position als Wohnbaubank Nummer eins im Bundesland sehr deutlich“, erläutert Kumpfmüller.
Spareinlagen gestiegen
Trotz der gestiegenen Kreditvorsorgen ist das im österreichweiten Vergleich geringe Risiko im Ausleihungsgeschäft nach wie vor bemerkenswert. Der in der Bilanz ausgewiesene Stand der Risikovorsorge beträgt zum 30. Juni 2022 lediglich 16,3 Millionen Euro (31.12.2021: 14,1 Millionen Euro). Die Wertberichtigungsquote von nur 0,27 Prozent (31.12.2021: 0,25 Prozent) stellt unter den österreichischen Universalbanken weiterhin den Spitzenwert dar. Ebenfalls ausgezeichnet ist der Wert der wichtigen NPL-Ratio (Non performing loans). Diese betrug zum Halbjahr 2022 lediglich 0,46 Prozent (31.12.2021: 0,35 Prozent). In Österreich liegt der Bankendurchschnitt hier bei fast zwei Prozent.
Bei den Kundeneinlagen wurde erneut ein Rekordstand verzeichnet. Die Spar- und Giroeinlagen stiegen um 16,3 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro (31.12.2021: 1,95 Milliarden Euro).
Gutes Jahresergebnis wird erwartet
„Die operative Geschäftsentwicklung im heurigen Jahr ist grundsätzlich sehr positiv. Allerdings macht sich angesichts der aktuellen geopolitischen Lage und der damit verbundenen konjunkturellen Auswirkungen bei den Kundinnen und Kunden verstärkt Unsicherheit breit. Das ist in zurückhaltenden Wertpapierumsätzen und auch in einer Abschwächung der Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen bereits spürbar. Wir erwarten daher für 2022 ein gutes Ergebnis, das geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen sollte“, betont Generaldirektor Klaus Kumpfmüller.


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