E-Control: Energieversorgung über den Winter gesichert
Ö/OÖ/LINZ. Die Ergebnisse aus der dritten Sitzung des Oberösterreichischen Landes-Energielenkungsbeirates in Linz präsentierten Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner und Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der Energie- Regulierungsbehörde E-Control.

Als Reaktion auf die Verwerfungen des Energiemarkts in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine, wird in regelmäßigen Abständen der Energielenkungsbeirat einberufen.
Österreichs Gasspeicher zu 82 Prozent gefüllt
Der Gasspeicherstand in Österreich liegt derzeit bei 82,26 Prozent. Der aktuelle Speicherstand von mehr als 78,6 TWh steige im Moment noch täglich, doch es sei nicht absehbar, wie lange das anhalte, sagt Achleitner. Man könne aber guten Gewissens sagen, dass die Gasversorgung im heurigen Winter sichergestellt sei, so Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control. Die angespannte Preissituation bleibe weiterhin problematisch, das Einsparen von Energie – sowohl Strom als auch Gas – solle deshalb weiterhin im Fokus bleiben.
„Hälfte der eingelagerten Gasmengen für Österreich gesichert“
Im Zusammenhang mit den Gasspeichern tauche auch immer wieder die Frage auf, wieviel davon für die Verwendung für Österreich gedacht ist, so Urbantschitsch. Die E-Control erhebe dies derzeit, genauere Daten dazu sollten im November vorliegen. Die Behörde gehe davon aus, dass die Hälfte der derzeit eingelagerten Gasmengen für Österreich gesichert sind.
Notfallplan für Oberösterreich wird erarbeitet
Bis Ende Oktober soll es für Oberösterreich einen Notfallplan zur Energielenkung geben. Entsprechende Lenkungsmaßnahmen im Strombereich können zwar erst nach Ausrufung des Energielenkungsfalls durch den Bund und einer Bundesverordnung erfolgen, trotzdem will das Land vorbereitet sein. Sogenannte Schubladenverordnungen zur Energielenkung Strom wurden zudem erarbeitet.
Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick
- Die Gasspeicher füllen sich schneller als erwartet, doch die Lage bleibe weiter ernst
- Energiesparen sei für Private, Betriebe, Gemeinden und Vereine weiterhin „das Gebot der Stunde“
- Oberösterreich bereitet sich auf alle Eventualitäten vor – die OÖ. Energielenkungsverordnung wurde erarbeitet, der OÖ. Notfallplan soll bis Ende Oktober fertiggestellt werden
- Der Umstieg auf erneuerbare Energien hat höchste Priorität – Oberösterreich will den Photovoltaik-Ausbau massiv beschleunigen
- Die Krisenvorsorge solle insbesondere von Privathaushalten sehr ernst genommen werden


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