Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ/LINZ. Auf Bundesebene wurde eine Nulllohnrunde bei den Politikerbezügen angekündigt, für die Landespolitik können diese um die Hälfte des vom Rechnungshof errechneten Wertes steigen, so die Vorgaben der Regierung. Oberösterreich werde diese Regelung übernehmen, die Bezüge der Landespolitiker steigen damit um 4,85 Prozent, teilen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und sein Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) am Freitag mit. Update: FPÖ-Bundesparteichef Kickl zeigt sich verärgert.

Archivfoto - Landeshauptmann Thomas Stelzer und LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner. (Foto: Volker Weihbold)

„Oberösterreich wird die Bundesregelung übernehmen, die eine Anpassung der Bezüge von Landespolitikern in der Höhe von knapp unter fünf Prozent vorsieht“, so Landeshauptmann Stelzer und LH-Stellvertreter Haimbuchner.„Damit liegt die Anpassung einerseits deutlich unter der Inflationsrate, andererseits ist sie aber auch ein wichtiges Signal an alle Vertreter der Landespolitik, dass ihre Arbeit auch wertgeschätzt wird. Von einer ständigen Selbstentwertung des Politikerberufes zugunsten einer Symbolpolitik halten wir nichts. Den sparsamen Umgang mit Steuergeld stellen wir regelmäßig mit unserer vernünftigen Finanzpolitik unter Beweis“, argumentieren die beiden.

Nulllohnrunde auf Bundesebene

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatten am Dienstag dieser Woche angekündigt, dass es für „Spitzenvertreter der Bundesebene“ eine Nulllohnrunde geben werde. Betroffen davon sind der Bundespräsident, die Minister, Nationalratspräsidenten und Klubobleute.

Die Bundesregelung sieht auch vor, dass in der Landespolitik und bei Abgeordneten aller Ebenen die Bezüge um die Hälfte des vom Rechnungshof errechneten Wertes steigen könnten – 4,85 Prozent. Der Beschluss solle im Herbst im Nationalrat fallen.

Update: Kickl verärgert

FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl zeigte sich am Wochenende auf Facebook verärgert über die Ankündigungen. Neben Oberösterreich will auch die ÖVP-FPÖ-Landesregierungen Salzburg die Landespolitiker-Bezüge erhöhen.

„Nein, ich habe in Zeiten eines beinharten Existenzkampfes von ganz vielen Menschen in unserem Land gar kein Verständnis für die (Selbst-)Erhöhungen von Gehältern aus Steuergeld für Spitzenpolitiker mit Einkommen jenseits von 15.000 Euro im Monat mal vierzehn. Das gilt für die Bundesebene genauso wie für die Landesebene, weil es ja das gleiche Steuergeld ist. Und das gilt für alle Parteien – auch für die eigene“, schreibt Kickl auf Facebook.

Und weiter: „Ein solcher Verzicht sei in dieser Situation ein Akt des Anstandes. Und wenn jemand meint, eine Nulllohnrunde heuer sei ja nur Symbolpolitik und daher abzulehnen, dann entgegne ich: Ja, der Verzicht ist tatsächlich ein Symbol. Und zwar ein richtiges und wichtiges in Zeiten wie diesen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neuer WKO-Bildungscampus in Linz bringt auch Betriebe und Wissenschaft zusammen

Neuer WKO-Bildungscampus in Linz bringt auch Betriebe und Wissenschaft zusammen

OÖ/LINZ. Berufsorientierung, Weiterbildung und Forschung für Unternehmen: Der neue WKO-Bildungscampus im WIFI-Gebäude an der Wiener Straße ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
41 leere Stühle in Oberösterreich – Justiz fordert dringend mehr Personal

41 leere Stühle in Oberösterreich – Justiz fordert dringend mehr Personal

OÖ/LINZ. 41 menschenleere Stühle - belegt mit 41 nicht getragenen Amtsroben: Mit diesem Bild machten Gerichtsvertreter am Dienstag im Schwurgerichtssaal ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Oberösterreicher sparen trotz knapper Budgets 330 Euro monatlich

Oberösterreicher sparen trotz knapper Budgets 330 Euro monatlich

OÖ. Obwohl der finanzielle Spielraum bei vielen Menschen enger wird, gewinnt Sparen in Oberösterreich laut einer aktuellen Studie zum Sparverhalten ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
So kann man im Alltag Geld sparen

So kann man im Alltag Geld sparen

OÖ. Sparen klingt in der Theorie oft einfacher, als es im Alltag ist. Tipps dazu gibt es zahlreiche, darunter die 50/30/20-Regel und die regelmäßige ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Girls in politics: Schülerinnen diskutierten im Linzer Landhaus

Girls in politics: Schülerinnen diskutierten im Linzer Landhaus

OÖ. Knapp 40 Schülerinnen haben am 9. Oktober 2026 im Linzer Landhaus mit weiblichen Abgeordneten aller Fraktionen über Politik und Gleichstellung ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Bundesländer mit gemeinsamen Empfehlungen für den Kinderschutz

Bundesländer mit gemeinsamen Empfehlungen für den Kinderschutz

OÖ/INNSBRUCK. Bei einer Konferenz der österreichischen Kinderschutz-Landesräte in Innsbruck wurden Empfehlungen für einen verbesserten Kinderschutz ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weitere Beiträge