Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ/LINZ. Eine „direkte Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Europa“ sieht Wirtschaftsbund OÖ-Landesgeschäftsführer und Direktor Wolfgang Greil, anlässlich der Überarbeitung der EU-Frühstücksrichtlinie. Der Vorschlag sieht vor, die Bestimmungen zur Zusammensetzung, Handelsbezeichnung, Etikettierung und Aufmachung von Honig, Fruchtsäften, Konfitüren und Gelees zu aktualisieren.

Wirtschaftsbund-Landesgeschäftsführer und Direktor Wolfgang Greil (Foto: Starmayr)
Wirtschaftsbund-Landesgeschäftsführer und Direktor Wolfgang Greil (Foto: Starmayr)

Die Überarbeitung soll den Verbrauchern helfen, eine informierte und gesündere Wahl bei landwirtschaftlichen Lebensmitteln wie Honig, Fruchtsäften, Konfitüren und Gelees zu treffen, argumentiert man bei der EU. Vor allem gegen gepanschten Honig will man auch vorgehen.

Wirtschaftsbund-Direktor Wolfgang Greil sieht einseitige Richtlinien, die auch „eine direkte Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Europa“ darstellen würden. „Die nun geforderten Herkunftsangaben auf den Produktverpackungen von Konfitüren, Fruchtsäften und Honig zeigen, wie weit sich die EU von der Realität der Wirtschaft entfernt hat“, so Greil.

Auch die Wirtschaftsbund-Europaabgeordneten Angelika Winzig übt Kritik: „Natürlich ist es wichtig zu wissen, wo Zutaten herkommen, aber gerade bei Herstellern von Fruchtsäften und Marmeladen können die neuen Vorschläge zu großen Problemen führen. Hier braucht es Nachschärfungen, mit sinnlosen Schikanen für Unternehmen muss endlich Schluss sein.“

Die „realitätsfremden“ Vorschriften würden zu enormer Komplexität und hohen Kosten führen und seien technisch kaum umsetzbar. „Diese unverhältnismäßigen Anforderungen haben nicht nur negative Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette, sondern werden auch dazu führen, dass Betriebe die EU verlassen oder gar nicht erst hierherkommen.“

Bürokratische Hürden

Besonders gravierende Folgen sieht der Wirtschaftsbund OÖ für die Herstellerindustrie und die Konsumenten, mit höheren Preise und weniger Auswahl. „Es ist absurd zu glauben, dass man bei einem Produkt wie Multivitaminsaft, das aus einer Vielzahl von Früchten aus unterschiedlichen Ländern besteht, ständig die Verpackung anpassen kann. Diese Richtlinie ist ein direkter Angriff auf kleine und mittelständische Unternehmen, insbesondere in Österreich, die sich diese bürokratischen Hürden schlichtweg nicht leisten können. Wir sehen eine klare Marktverdrängung, die das Gegenteil von nachhaltiger und regionaler Beschaffung bewirkt“, glaubt Greil.

Nachbesserung gefordert

„Wir fordern die EU dringend auf, aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen und zu erkennen, dass solche 'grünen Ideen' in der Praxis nicht umsetzbar sind und den Wirtschaftsstandort Europa ernsthaft gefährden. Es braucht sofortige Nachbesserungen, um diesen unkontrollierten bürokratischen Exzess zu stoppen und den Schaden für unsere Unternehmen und die europäische Wirtschaft zu minimieren“, so Wirtschaftsbund-Direktor Greil.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Neuer WKO-Bildungscampus in Linz bringt auch Betriebe und Wissenschaft zusammen

Neuer WKO-Bildungscampus in Linz bringt auch Betriebe und Wissenschaft zusammen

OÖ/LINZ. Berufsorientierung, Weiterbildung und Forschung für Unternehmen: Der neue WKO-Bildungscampus im WIFI-Gebäude an der Wiener Straße ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
41 leere Stühle in Oberösterreich – Justiz fordert dringend mehr Personal

41 leere Stühle in Oberösterreich – Justiz fordert dringend mehr Personal

OÖ/LINZ. 41 menschenleere Stühle - belegt mit 41 nicht getragenen Amtsroben: Mit diesem Bild machten Gerichtsvertreter am Dienstag im Schwurgerichtssaal ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Oberösterreicher sparen trotz knapper Budgets 330 Euro monatlich

Oberösterreicher sparen trotz knapper Budgets 330 Euro monatlich

OÖ. Obwohl der finanzielle Spielraum bei vielen Menschen enger wird, gewinnt Sparen in Oberösterreich laut einer aktuellen Studie zum Sparverhalten ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
So kann man im Alltag Geld sparen

So kann man im Alltag Geld sparen

OÖ. Sparen klingt in der Theorie oft einfacher, als es im Alltag ist. Tipps dazu gibt es zahlreiche, darunter die 50/30/20-Regel und die regelmäßige ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Girls in politics: Schülerinnen diskutierten im Linzer Landhaus

Girls in politics: Schülerinnen diskutierten im Linzer Landhaus

OÖ. Knapp 40 Schülerinnen haben am 9. Oktober 2026 im Linzer Landhaus mit weiblichen Abgeordneten aller Fraktionen über Politik und Gleichstellung ...

Tips - total regionalLeitner Birgit
Bundesländer mit gemeinsamen Empfehlungen für den Kinderschutz

Bundesländer mit gemeinsamen Empfehlungen für den Kinderschutz

OÖ/INNSBRUCK. Bei einer Konferenz der österreichischen Kinderschutz-Landesräte in Innsbruck wurden Empfehlungen für einen verbesserten Kinderschutz ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weitere Beiträge