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OÖ. Bevor in rund zwei Wochen auch für Oberösterreichs Schüler der Unterricht wieder beginnt, werden nach wie vor Maßnahmen gesetzt, um dem bundesweiten Lehrermangel entgegenzuwirken. Man konnte viele Lehrkräfte gewinnen, es gebe aber nach wie vor Bedarf an manchen Schulstandorten.

Die Entwicklung sei positiv, auch wenn an manchen Schulstandorten noch einige Lehrer gesucht werden, so LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer. (Foto: BalanceFormCreative/stock.adobe.com)

Insgesamt 13.219 Lehrer waren im Schuljahr 2023/24 an Pflichtschulen in Oberösterreich tätig. Aktuell sind derzeit 45 Vollzeitstellen im Pflichtschulbereich in Oberösterreich ausgeschrieben, so Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Gesamt gebe es 301 offene Stellen - der wesentliche Unterschied zum Vorjahr sei der, dass davon 85 Prozent für Teilzeit ausgeschrieben sind, unter anderem auch mit nur sechs Wochenstunden, so Klampfer.

„Wir sind positiv gestimmt, auch wenn es in naher Zukunft für einzelne Standorte herausfordernd bleiben wird. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen leisten hervorragende qualitative Arbeit. Wir konnten für das kommende Schuljahr bereits viele Lehrkräfte gewinnen, aber es gibt nach wie vor Bedarf. Wir freuen uns über motivierte neue Kolleginnen und Kollegen, die sich bewerben. Die positive Entwicklung bei den Bewerbungen zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und wir auf dem richtigen Weg sind, den Lehrerbedarf nachhaltig abdecken zu können“, zeigen sich Bildungslandesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP) und Bildungsdirektor Alfred Klampfer optimistisch angesichts der positiven Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

Maßnahmen gegen den Lehrermangel

Um dem bundesweiten Lehrermangel entgegenzuwirken, setzten der Bund und das Land Oberösterreich Maßnahmen, um den Lehrerberuf zu attraktivieren. Sowohl junge Menschen als auch Quereinsteiger sollen durch zielgerichtete Initiativen und Kampagnen gewonnen werden. Besonderen Bedarf gibt es derzeit in den Gegenständen Deutsch, Englisch, Mathematik, Bewegung und Sport, Informatik/Digitale Grundbildung, Physik und Chemie.

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) initiierten im Oktober 2022 zum Beispiel die Kampagne „Klasse Job“, welche die größte Lehrkräfteoffensive der Zweiten Republik darstellt. Auch vom Land Oberösterreich wird diese Initiative unterstützt.

Vom Land Oberösterreich und der Bildungsdirektion OÖ wurde außerdem die Kampagne „Zukunft gestalten. Lehrer werden. Wir werben um Dich“ im Januar 2024 gestartet. Zudem wird gezielte Werbung gemacht und Informationsmaterial an maturaführenden Schulen in Oberösterreich verteilt.


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