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Ö. In der vierten Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag der Handelsarbeiter ist es am Donnerstag zu einer Einigung gekommen. Die Beschäftigten stimmten in einer Befragung dem Ergebnis zu. Rund 150.000 Beschäftigten sind umfasst, in Oberösterreich etwa 20.000.

 (Foto: unai/stock.adobe.com)
(Foto: unai/stock.adobe.com)

Der Abschluss bringt Lohnerhöhungen von 2,55 Prozent sowie Verbesserungen bei Nacht- und Kältezulagen. „Verschlechterungen im Rahmenrecht konnten abgewendet werden. Nachdem es bereits im Vorjahr einen Abschluss unter der rollierenden Inflation gab, zeigten sich die Beschäftigten erneut kompromissbereit“, teilt die Gewerkschaft vida mit.

„Es ist entscheidend, dass die Kollegen selbst über das Ergebnis mitbestimmen. Die klare Zustimmung zeigt: Dieses Ergebnis ist für den Großteil ein tragbarer Kompromiss“, so vida-Verhandlungsleiterin Christine Heitzinger.

Aber: „Weder die Beschäftigten noch die Konsumenten haben die Bedingungen verursacht, die diesen Krisenabschluss notwendig gemacht haben. Wir erwarten uns daher, dass die Arbeitgeber bei kommenden Verhandlungen nicht vergessen, wer in dieser Situation Verantwortung übernommen hat.“

WKOÖ: „Gute und faire Lösung“

Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Chefverhandler auf Arbeitgeberseite verweist darauf, dass die von der WKÖ von Beginn an angebotenen 2,55 Prozent Erhöhung die gleiche wie jene für die Handelsangestellten ist. „Wir können hier nicht mit zweierlei Maß messen. Die schwierige Konjunktursituation der Handelsbetriebe gilt für die Arbeiter im Handel genauso wie für die Angestellten. Ein Abschluss in gleicher Höhe ist daher eine gute und faire Lösung“, ist Trefelik überzeugt.

Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2026 in Kraft – in Betrieben, wo in der Zwischenzeit noch keine Lohnerhöhungen ausbezahlt wurden, gilt er rückwirkend.


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