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OÖ beim Leaders Meeting in Bilbao: „Starkes Europa braucht starke Regionen“

Tips LogoKarin Seyringer, 20.02.2026 13:34

BILBAO/OÖ. Im Zeichen der industriellen und innovativen Zukunft Europas – mit den Schwerpunkten auf Künstlicher Intelligenz, Quantentechnologien, Clean Tech und Bio Health, stand das europäische Leaders Meeting „Fit for the Future“ in Bilbao. Für Oberösterreich nahm LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) teil, stellvertretend für Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

  1 / 2   LH-Stellvertreterin Christine Haberlander beim Arbeitstreffen in Bilbao, im Bild mit dem baskischen Ministerpräsidenten Imanol Pradales (l.) und dem flämischen Ministerpräsidenten Matthias Diependawele (r.). (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

Bei dem Treffen diskutierten Vertreter von 14 innovativen europäischen Regionen, darunter Katalonien und das Baskenland (Spanien), die Lombardei (Italien) und Flandern (Belgien), über die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und strategischer Autonomie.

Haberlander betonte in ihren Statements die Bedeutung klarer regionaler Profile und enger Verzahnung von Forschung, Industrie und Innovation: „Spitzenleistungen entstehen durch Spezialisierung und klare Zielsetzungen. Gerade im internationalen Wettbewerb müssen Regionen jene Bereiche besetzen, in denen sie echte Exzellenz entwickeln können. Oberösterreich setzt bewusst auf den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz und neuen Schlüsseltechnologien in Industrie und Medizin – dort, wo unser starkes industrielles Know-how den entscheidenden Unterschied macht.“

„Gemeinsame Erklärung unterzeichnet“

Zum Abschluss des Leaders Meeting wurde die „Gemeinsame Erklärung von Bilbao“ unterzeichnet. Die zentrale Botschaft: „Ein starkes Europa braucht starke Regionen, denn starke Regionen schaffen starke Wertschöpfungsketten.“

Die Erklärung soll den Vertretern der EU-Kommission die Herausforderungen der Regionen, aber auch die großen Chancen für die Regionen vermitteln, um einen Standort wie Oberösterreich zu stärken und den Wohlstand zu sichern.

Forderung nach stärkerer Rolle

Gefordert wird eine stärkere Rolle der Regionen in der europäischen Industrie-, Innovations- und Wettbewerbsagenda. Eine Zentralisierung der EU-Fördermittel wird abgelehnt. Stattdessen sprechen sich die Regionen für bessere Vernetzung aus.

Auch die technologische Souveränität Europas – etwa bei Halbleitern, KI und Biotechnologie – soll durch eigene Produktionskapazitäten und resiliente Lieferketten gestärkt werden.

Einblick in Quantencomputing

Im Vorfeld der Konferenz besuchte die oberösterreichische Delegation das IBM-Basque Country Quantum System Two in San Sebastián und erhielt Einblicke in die internationale Spitzenforschung im Quantencomputing.

Beim Leaders Meeting selbst brachten Experten aus Oberösterreich ihre Fachkompetenz in den Themenfeldern Clean Tech, KI & Quanten sowie Bio Health ein, darunter Johann Erler (Panora Systems, Bereichssprecher vom Cluster für Umwelttechnik), Quantencomputing-Experte Robert Wille (Wissenschaftlicher Leiter Software Competence Center Hagenberg) sowie Martin Zauner, Studiengangsleiter Medizintechnik der FH Oberösterreich.

Mit der Teilnahme unterstreicht Oberösterreich seinen Anspruch, die industrielle und technologische Zukunft Europas aktiv mitzugestalten.


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