Oberösterreich mit 496 Patentanmeldungen wieder an Spitze
OÖ. 496 Patentanmeldungen aus Oberösterreich gab es im Jahr 2025, Oberösterreich liegt damit im Bundesländervergleich wieder an der Spitze, vor der Steiermark (435) und Wien (428).

Österreichweit wurden 2.272 Erfindungen angemeldet – ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ideenschmiede Nr. 1 mit 496 Patentanmeldungen ist weiter Oberösterreich: „Dass Oberösterreich diese Position seit mehr als zehn Jahren verteidigt, unterstreicht eindrucksvoll die Stärke unseres Innovations- und Ausbildungsstandortes. Forschung, Technologie und Unternehmergeist gehen bei uns Hand in Hand“, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Uni Linz auf Platz zwei
Die Top-Drei-Technologiefelder (österreichweit) bei den angemeldeten Erfindungen waren Bauwesen, Transport sowie Elektrische Maschinen und Anlagen.
Die größten oberösterreichische Erfindungsanmelder sind Plasser & Theurer mit 24 angemeldeten Erfindungen, TGW Logistics mit 20 angemeldeten Erfindungen, sowie Engel Austria GmbH mit 15 angemeldeten Erfindungen.
Bei den österreichischen Universitäten liegt die Universität Linz mit fünf Erfindungsanmeldungen gemeinsam mit der Montanuni Leoben und der Universität Innsbruck auf Platz zwei hinter der TU Wien mit 25 Erfindungsanmeldungen.
Neben den steigenden Patentanmeldungen verzeichnete das Patentamt zuletzt auch einen deutlichen Anstieg bei Markenanmeldungen um 13 Prozent auf über 5.000 Anmeldungen. Mit 589 Markenanmeldungen liegt Oberösterreich hier hinter Wien und Niederösterreich auf Platz drei.
„Wichtiges Signal“
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten seien steigende Patentzahlen ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standortes. „Innovation ist der Schlüssel für neue Produkte, Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze und ach soziale Gerechtigkeit. Unsere Unternehmen investieren konsequent in Forschung und Entwicklung. Gleichzeitig sorgen Universitäten, Fachhochschulen und Ausbildungseinrichtungen für hervorragend qualifizierte Fachkräfte. Dieses Zusammenspiel ist entscheidend dafür, dass Oberösterreich ein führender Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsstandort bleibt“, so Stelzer.
Land unterstützt
Die Innovationskraft müsse weiter in wirtschaftlichen Erfolg umgesetzt werden. Das Land OÖ setze dazu gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Start-up-Ökosystems. „Ziel ist es, Start-ups und innovative Gründende noch besser beim Zugang zu Finanzierung, Netzwerken und Wachstumsmöglichkeiten zu unterstützen.“
Wirtschaftskammer OÖ erfreut
„Der erste Platz für Oberösterreich bei den österreichweiten Patentanmeldungen ist ein Indikator dafür, dass Innovation und Forschung auch in diesen ungewissen Zeiten gerade in unserem Bundesland einen hohen Stellenwert haben und auch erfolgreich sind. Sie sind wichtig, um die Zukunft des Standorts Oberösterreich zu sichern und tragen dazu bei, Arbeitsplätze und Wohlstand in Oberösterreich zu halten“, so auch Erich Frommwald, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer (WK) OÖ.
Und weiter: „Die Tatsache, dass die drei größten oberösterreichischen Erfinder alle aus der Metalltechnischen Industrie kommen, die derzeit schwere wirtschaftliche Zeiten durchlebt, macht Mut und zeigt, dass diese Firmen an ihre Zukunft am Standort Oberösterreich glauben,“ ist Frommwald optimistisch.


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