Neue Kooperation: Bayern und Oberösterreich bündeln technologisches Know-how für die Zukunft
OÖ. Mit offizieller Unterzeichnung am Dienstag, 6. Oktober startete eine vertiefende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Oberösterreich in den Bereichen Hochleistungsrechnen, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) reiste in die Bayerische Staatskanzlei nach München, um die Rahmenkooperationsvereinbarung gemeinsam mit Staatsminister Florian Herrmann (CSU) zu unterzeichnen.
Damit wurde eine vertiefte Zusammenarbeit vom Leibniz-Rechenzentrum, der Johannes Kepler Universität Linz und dem Software Competence Center Hagenberg beschlossen. Das Land Oberösterreich und der Freistaat Bayern unterstützen diese mit Förderung, Vernetzung und Sichtbarmachung der Kooperation.
Landeshauptmann Stelzer betonte in München, dass Europa den internationalen Technologiewettbewerb nicht mit „Klein-Klein“ gewinnen könne. „Wir müssen unsere Stärken bündeln. Genau das machen Oberösterreich und Bayern: Wir verbinden Know-how, Köpfe und Rechenleistung über Grenzen hinweg und schaffen damit die Grundlage für neue Forschung, Innovation und Wertschöpfung. Unser gemeinsames Ziel muss sein, technologische Kompetenz, Produktion und Arbeitsplätze in Europa zu halten und neue nach Europa zu holen.“
Vertragliche Verfestigung
Die Zusammenarbeit beinhaltet regelmäßige Erfahrungs- und Wissenstransfers etwa durch den Austausch von Wissenschaftlern und Gastvortragenden. Ein bedeutender Teil ist außerdem die wechselseitige Option, dass Rechenleistungen genutzt werden können – unter anderem Speicher und Netzwerke.
Stelzer: „Das Miteinander zwischen Bayern und Oberösterreich, bei allem Bewusstsein der Größenverhältnisse, ist davon geprägt, dass wir immer an der Vorwärtsbewegung interessiert sind.“
Er erhofft sich durch die Vereinbarung „ein stärkeres Miteinander zwischen Bayern und Oberösterreich, das es ja schon gibt gerade im Bereich von Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz. Aber jetzt gibt es sozusagen auch eine vertragliche Verfestigung, was auch auf Nachhaltigkeit angelegt ist.“
Dauer der Vereinbarung
Die Rahmenkooperationsvereinbarung ist mit der Unterzeichnung in Kraft getreten und gilt vorerst für drei Jahre. Danach verlängert sie sich jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht fristgerecht gekündigt wird.
„Unser Weg ist klar: Wir bauen unsere eigenen Stärken aus, holen die Besten nach Oberösterreich und vernetzen uns mit den Besten international. Oberösterreich hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Wir können beides – Hightech und Werkbank. Unser Anspruch ist, beim technologischen Wandel nicht Zuschauer zu sein, sondern vorne mitzuspielen. Denn aus Spitzenforschung müssen konkrete Anwendungen, aus Innovation Wertschöpfung und aus neuen Technologien Arbeitsplätze in Oberösterreich entstehen“, so Stelzer.








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