Österreichs EU-Botschafter im Austausch mit Oö. Landtag
OÖ/LINZ. Österreichs Ständiger Vertreter bei der Europäischen Union, Botschafter Gregor Schusterschitz, besuchte den Oö. Landtag im Linzer Landhaus. Auf Einladung von Landtagspräsident Max Hiegelsberger (ÖVP) informierte er die Abgeordneten über geopolitische Herausforderungen und diskutierte mit ihnen über die Auswirkungen europäischer Politik auf die Regionen.

Hiegelsberger, der dem europäischen Ausschuss der Regionen angehört, betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen regionalen Parlamenten und den Vertretern in Brüssel. „Direkte Informationen und ein guter Dialog ermöglichen erst eine zielgerichtete Politik.“ Als exportorientiertes Bundesland habe Oberösterreich Interesse an der Weiterentwicklung der Europäischen Union.
Veränderte geopolitische Bedingungen
Schusterschitz beschrieb ein verändertes Selbstbild der Europäischen Union. Die frühere Zuversicht, Herausforderungen wie den Klimawandel gemeinsam mit anderen Weltmächten zu bewältigen, sei einer Ernüchterung angesichts aktuell wieder vorherrschender Großmachtpolitik gewichen. Russland, die USA und China stellten die EU vor unterschiedliche Herausforderungen.
Die Strukturen der Europäischen Union seien für friedlichere Zeiten entworfen worden, führte Schusterschitz aus. Sie lerne nun, ihre Positionen deutlicher zu vertreten und intern pragmatischere Lösungen zu finden.
Finanzierung und regionale Auswirkungen
Im weiteren Austausch ging es um europäische Regelungen mit Auswirkungen auf die Regionen, darunter die Renaturierung. Die Abgeordneten stellten außerdem Fragen zur künftigen Finanzierung der Europäischen Union und zu möglichen Änderungen in der Landwirtschaft und der regionalen Entwicklung.
„Auch wenn es in der Europäischen Union weiterhin eine Herausforderung bleibt, für alle 27 Mitgliedsländer passende Regelungen zu finden, so zeigt die internationale Entwicklung sehr wohl die hohe Attraktivität der Staatengemeinschaft. Vom Westbalkan über Großbritannien bis hin zu Kanada möchten viele Staaten die Anbindung an die EU stärken“, so Hiegelsberger.








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