Über 80 Firmen aus Oberösterreich bauen Googles Standort in Kronstorf
OÖ/KRONSTORF. Rund 800 Menschen arbeiten derzeit auf der Baustelle des neuen Google-Rechenzentrums in Kronstorf. Nach aktuellen Angaben von Google sind mehr als 220 Unternehmen aus Österreich am Bau beteiligt, davon über 80 aus Oberösterreich. Für einen der größten Auftragnehmer, die Zaunergroup aus Wallern, ist es der größte Auftrag der Firmengeschichte.

Der Industrieanlagen- und Rohrleitungsbauer aus dem Bezirk Grieskirchen beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter auf der Baustelle. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner besichtigte die Arbeiten gemeinsam mit Zaunergroup-Geschäftsführer Andreas Beck und Florian Delazer, dem Gesamtprojektleiter für die Bauphase des Google-Rechenzentrums.
Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe
Zaunergroup übernimmt als Generalunternehmer den gesamten Innenausbau sowie die elektrische und mechanische Infrastruktur im Außenbereich. Dazu gehört die Installation von Leitungen, Rohren, Kabeln, Glasfasern, Pumpen und Wärmetauschern zwischen Servern, Generatoren und Kühltürmen.
„Für den Industrieanlagenbauer ZAUNERGROUP ist dies mit einem Auftragswert von einem dreistelligen Millionenbetrag sogar der größte Auftrag in der Firmengeschichte“, sagte Achleitner. Ihm sei wichtig, dass die Investition auch bei den heimischen Betrieben ankomme: „Eine große Investition muss möglichst breit im Land wirksam werden – für unsere Unternehmen, ihre Mitarbeiter und damit für den gesamten Standort Oberösterreich.“
Bauteile kommen aus Wallern
Komponenten und Module werden am Firmensitz in Wallern vorgefertigt und anschließend nach Kronstorf gebracht. Zudem arbeitet Zaunergroup mit mehreren regionalen Betrieben zusammen. Dazu zählen Molin aus Wels für die Lüftung, HF aus Bad Wimsbach-Neydharting für die Industriemontage und Knierzinger aus Marchtrenk für Isolierungen und Gerüste. BMR aus Buchkirchen übernimmt Montagearbeiten, Felbermayr aus Wels Kranleistungen.
„Dass wir Komponenten in Wallern vorfertigen und mit starken Partnerbetrieben aus der Region zusammenarbeiten, sorgt dafür, dass ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in Oberösterreich bleibt. Davon profitieren Unternehmen und Beschäftigte in der Region gleichermaßen“, erklärte Beck.
Rechenleistung für industrielle Anwendungen
Über die Bauphase hinaus soll der Standort die digitale Infrastruktur in Oberösterreich ergänzen. Hohe Rechenleistung und schnelle Datenverarbeitung sind etwa für Simulationen, intelligente Robotik und Produktionsprozesse mit Künstlicher Intelligenz (KI) relevant.
Achleitner sieht darin weitere Möglichkeiten für die heimische Wirtschaft: „Zusätzliche digitale Infrastruktur kann die Verbindung unserer industriellen Stärke mit Künstlicher Intelligenz und Forschung weiter voranbringen.“








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