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GREIN. Das Programm für die Donaufestwochen ist online: Von 30. Juli bis 22. August dürfen sich Kulturbegeisterte auf zahlreiche Veranstaltungen an elf verschiedenen Spielorten im Strudengau freuen.

Das L‘Orfeo Bläserensemble spielt zum Auftakt der Donaufestwochen am 30. Juli um 20 Uhr auf Schloss Greinburg. (Foto: wali.pix)

„Die Begeisterung für die Donaufestwochen im Strudengau ist ungebrochen. Voller Zuversicht, dass im heurigen Sommer wieder ein gemeinsames Kulturerleben möglich sein wird, haben Intendantin Michi Gaigg und das Team der Festwochen den Mut gefasst, auch in pandemisch unsicheren Zeiten ein umfassendes Programm mit Oper, neun Konzerten, Inklusion und LandART zu planen“, zeigt sich Walter Edtbauer, Präsident des Kulturforums Donauland-Strudengau optimistisch.

Herzstück im Programm

Die Oper Siroe, Re di Persia von Georg Friedrich Händel ist laut den Veranstaltern das Herzstück. Sie feiert in einer multimedialen Inszenierung am 7. August Premiere. „Nach dem großen Erfolg von Händels Atalanta bei den Donaufestwochen 2018 ist erneut ein selten zu hörendes Werk des in Halle geborenen Meisters der Barockoper in einer multimedialen Inszenierung auf Schloss Greinburg zu erleben: Verrat, Rache, Erbstreitigkeiten und verbotene Liebe am persischen Hof – diese explosive Mischung ist Thema des Librettos von Pietro Metastasio, das Georg Friedrich Händel 1728 für die neunte Spielzeit der Royal Academy of Music farbenreich vertonte“, so Edtbauer. Musiktheater als Schnittstelle zwischen Sein und Schein erfährt mittels multimedialer Techniken und virtuellem Bühnenbild faszinierende Ausdrucksmöglichkeiten, die barocken Bühnenzauber in heutiger Form erlebbar werden lassen. Cembalist Erich Traxler, in der Strudengau-Gemeinde Waldhausen aufgewachsen, leitet das L“Orfeo Barockorchester. Im international besetzten Sängerensemble feiern die beiden Countertenöre Clint van der Linde und Nicholas Hariades ihr Festwochendebüt. Die Produktion wird 2022 auch bei den Händel-Festspielen Halle zu erleben sein.

Eröffnung

Der diesjährige Festredner ist Michael Köhlmeier. Er wird am 30. Juli die Donaufestwochen auf Schloss Greinburg eröffnen. Bereits am ersten Festivalwochenende steht ein besonderes Interpreten-Jubiläum im Zen-trum, da das L“Orfeo Barockorchester heuer 25. Geburtstag feiert. In zwei Konzerten und als Opernorchester präsentiert sich L“Orfeo facettenreich: Unter der Leitung von Michi Gaigg und mit Carin van Heerden als Solistin frönt das Orchester in der Stiftskirche Waldhausen (1. August) seiner „Liebesbeziehung auf Lebenszeit“ mit Johann Sebastian Bach. Bereits zwei Tage davor gibt das L“Orfeo Bläserensemble zum Festwochenauftakt (30. Juli) Eindruck vom überraschenden Repertoire der Frankfurter und Hamburger Regimentshoboisten im 18. Jahrhundert.

Schloss Dornach als neuer Spielort

Der diesjährige Kompositionsauftrag erging an den New Yorker Komponisten Laurence Traiger. Seine musikdramatische Szene wird von der jungen, preisgekrönten Tiroler Sopranistin Maria Ladurner und dem Lautenisten Hubert Hoffmann in der Pfarrkirche Bad Kreuzen uraufgeführt. Musikalischer Zeitgenossenschaft gepaart mit Alter Musik hat sich gleichfalls das fünfstimmige Blockflötenconsort Element of Prime verschrieben. Das Schloss Dornach als neuer Spielort bietet den kongenialen Rahmen für Musiken der Renaissance bis in die Gegenwart.

Weitere Programmpunkte

Dem Klang des Cellos ist ein Programmschwerpunkt gewidmet: „Kaiserliche Köstlichkeiten für Celloquartett“ gilt es mit der Capella Santa Secilia zu entdecken und Barockcellistin Cecilia Sipos animiert mit Lyriker Semier Insayif zur „contemplation“. Ein Wiederhören gibt es mit dem L“Arcadia Quartett in der Stiftskirche Baumgartenberg und dem ausdrucksstarken Liedinterpreten Matthias Helm, begleitet vom Trio Perpetuo, in der Gießenbachmüle. Der Bariton wird auch in Händels Oper Siroe zu erleben sein. Kontrapunkte zur Alten Musik steuert der Salon Odjilà mit packenden und überraschenden Klangmischungen aus Tango, Romamusik und Jazz bei. Zum wiederholten Mal bereichert ein Inklusionsprojekt das Programm: In der Lesung des Literaturpreises „Ohrenschmaus“ wird Preisträger David Sylvester Marek gemeinsam mit seinem Schriftstellerkollegen und Mentor Franzobel in seine berückende literarische Welt entführen. Und am Großdöllnerhof im Naturpark Mühlviertel ist erneut eine LandART-Installation von Willlibald Katteneder zu sehen. Ihr neugierig machender Titel lautet „Beweggrund“.

Jugend und Musik

Der Opernworkshop für Kinder und Jugendliche zur aktuellen Musiktheaterproduktion hat bei den Donaufestwochen schon lange Tradition. In diesem Jahr findet er in Kooperation mit der Landesmusikschule Grein von 19. bis 23. Juli statt. Bis 15 Jahre ist der Eintritt für die Festwochenaufführungen frei. Die genauen Termine finden Kulturinteressierte unter www.donau-festwochen.at. Und auch der bereits gestartete Kartenvorverkauf ist auf der Homepage zu finden. Aber schnell sein: Derzeit steht ein kontingentiertes Sitzplatzangebot zur Verfügung.


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