Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

RIED IN DER RIEDMARK. War es Selbstmord? Diana Heller glaubt nicht daran und macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihres Ehemannes. Die Mühlviertler Autorin Eva Reichl feiert mit „Todesdorf“ Debüt im Genre Thriller.

Die Riederin Eva Reichl mit ihrem druckfrischen Thriller „Todesdorf“, der am 9. Februar erscheint. (Foto: Lisa Reichl)

Nach den vier Krimis rund um Oskar Stern hat sich die Autorin aus Ried in der Riedmark an das Genre Thriller gewagt. Zum Inhalt: Diana Heller glaubt nicht an den Selbstmord ihres Mannes, da sie und Oliver glücklich verheiratet waren. Je tiefer die Protagonistin gräbt, umso mehr Ungereimtheiten im Leben ihres Ehemannes und in ihrer Familie treten an die Oberfläche, bis nichts mehr so ist, wie es einst schien. Der Thriller stellt ein System infrage, welches nur aus Gewohnheit Vertrautheit vorgaukelt: das System Familie. Die Geschichte sprengt langsam aber kontinuierlich das gewohnte Familienbild, um am Ende zu jedermanns Wurzeln zurückzukehren. „Todesdorf“ spielt hauptsächlich in einem fiktiven Dorf im Mühlviertel. „Der Leser erhält Einblick in das ländliche Leben. Ich wollte keinem realen Ort das antun, was ich da beschreibe. Aber eine Szene spielt tatsächlich in Freistadt“, sagt Reichl.

Wechsel zu Thriller

Nach vier Fällen rund um Inspektor Oskar Stern gibt ihm die Autorin eine Ermittlungs-Pause und wechselt zum Thriller. „Ein Krimi folgt einem bestimmten Schema: zuerst ein Mord, dann die Aufklärung, Ermittlungsarbeit etc., und ich hatte einfach Lust, etwas anderes zu schreiben. ‚Todesdorf‘ ist ein Spiel mit Emotionen, angefangen von Hass, Angst und Wut bis hin zu Liebe, Sehnsucht und Schmerz. Diese werden nicht nur in der Protagonistin geweckt, sondern auch – und das ist für mich noch viel wichtiger – bei den Lesern. Ich will Gefühle entfachen, sie erschüttern, aufrütteln und zur rechten Zeit absacken lassen. Am Ende ist es mir aber wichtig, von der Geschichte berührt zurückzubleiben. Außerdem wollte ich ein Thema behandeln, das jeder kennt, und da kam ich auf die Familie. Ich wollte die Grundfeste der Familien erschüttern, was ja nicht so schwer ist, wenn man davon ausgeht, dass die meisten Gewaltverbrechen Beziehungstaten bzw. die Täter im näheren Umkreis der Opfer zu finden sind. Der Rest hat sich dann beim Schreiben beinahe von selbst ergeben. Aber keine Angst, die Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern geht natürlich weiter“, meint die Mühlviertlerin. Je nachdem, wie gut ihr Thriller bei den Lesern ankommt, könnte laut ihr eine Serie oder zumindest eine Trilogie entstehen. Ideen für den zweiten Teil hat die Autorin jedenfalls genug.

Tips-Redakteurin Melanie Mai durfte ihren Thriller „Todesdorf“ vorab lesen. Ihr Urteil: Viele Wendungen halten die Spannung hoch und bis zum Schluss rätselt man als Leser, ob es einen Mörder gibt und wer dieser sein könnte. Absolut lesenswert! Toll, wenn ein regionaler Thriller aus dem Mühlviertel die Leser begeistert.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden