Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen feiert zehnjähriges Bestehen
BEZIRK PERG. Die Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Beim Tag der offenen Tür im Haus der Erinnerung gab es Einblicke in die bisherige Arbeit. Im November folgt das Internationale Menschenrechtefestival mit Veranstaltungen in St. Georgen an der Gusen, Mauthausen, Luftenberg und Linz.

Insgesamt 180 Personen nahmen an den Angeboten zum Jubiläum teil. Dazu gehörten ein Kinderrechteworkshop, Rundgänge durch die archäologische Ausstellung und am Gelände der KZ-Gedenkstätte „Bergkristall“. Auch ein Science Cafe, ein Zeitzeugengespräch und die Vorstellung des Audioweges standen auf dem Programm.
Erinnerungsarbeit in der Region
Die St. Georgenerin Sophie Fröller stellte beim Science Cafe ihre Arbeit zur Erinnerungskultur in Gusen vor. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie ein historischer Ort im heutigen Alltag sichtbar wird. Manfred Hinterdorfer, Geschäftsführer der Lader-Region Perg-Strudengau, gratulierte mit einer Torte zum Jubiläum.
Festivalauftakt mit Tanzprojekt Perg
Die Eröffnung des Menschenrechtefestivals findet am Donnerstag, 5. November, im Johann Gruber Pfarrheim in St. Georgen an der Gusen statt. Ab 18 Uhr stehen gemeinsames Singen mit der Lebenshilfe St. Georgen und das Essen der „Grubersuppe” auf dem Programm.
Um 19 Uhr folgen Grußworte aus Politik und Kirche sowie ein „Junger Talk“. Die Festrede hält der ehemalige Caritasdirektor Franz Küberl. Musik kommt von Map of Living Sound. Das Tanzprojekt Perg zeigt die Performance „Verbindungen“ mit einer Choreografie von Elfriede Fröschl-Schützeneder. Die Eröffnung wird auch als Livestream übertragen.
Bereits am Montag, 2. November, beschäftigt sich eine Veranstaltung im Kepler Salon in Linz mit willkürlicher Verhaftung und Ausweisung. Sie dauert von 19.30 bis 21 Uhr und kann ebenfalls online verfolgt werden.
Lesung, Kindertheater und Musik
Am Freitag, 6. November, um 19.30 Uhr steht im Forum Luftenberg die szenische Lesung „Sophie Scholl – Niemals vergessen“ auf dem Programm. Juliane Beyerl und Lukas Auberger vom Bruckmühle-Ensemble lesen aus dem Briefwechsel von Sophie Scholl und ihrem Verlobten Fritz Hartnagel. Til Grüll begleitet die Lesung musikalisch.
Für Kinder ab drei Jahren spielt Max Tröbinger am Samstag, 7. November, um 15 Uhr in der Mittelschule Mauthausen „Hase und Igel oder Lügen haben lange Beine.“ Um 20 Uhr folgt im Donausaal Mauthausen das Fest der Menschenrechte unter dem Titel „Morgen ist schöner“. Der Performance-Abend verbindet Beiträge eines Autors mit Musik der Linzer Band Hausgemacht und internationaler Küche.
Am Sonntag, 8. November, beginnt um 10 Uhr ein Literaturfrühstück im Haus der Erinnerung. Schauspieler Gregor Seberg liest Texte über Menschen, die Erfahrungen mit Einsperren, Wegsperren oder Aussperren machen mussten. Dazu gibt es Musik und ein biologisches Frühstück.








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