Vortrag über die letzten Kriegsjahre in Schwertberg
SCHWERTBERG. Die Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs und zu Kriegsende stehen am Dienstag, 10. November, im Mittelpunkt eines Vortrags im Pfarrzentrum Schwertberg. Beginn ist um 19 Uhr. Der Titel lautet „Jetzt haben wir am Kirchturm die weiße Fahne gehisst!“.

Veranstalter ist das Katholische Bildungswerk Schwertberg in Kooperation mit der Bewusstseinsregion Mauthausen, Gusen, St. Georgen/G.
Schwertberg und die Region im BlickNach einem allgemeinen Überblick behandelt der Vortrag wichtige Ereignisse während des Krieges. Ein Schwerpunkt liegt auf dem letzten Kriegsjahr 1944/45 in Schwertberg und der Region.
Das NS-Regime verhaftete mehrere Pfarrer und brachte sie in Gefängnisse oder Konzentrationslager. Betroffen waren unter anderem die Pfarren Klam, Königswiesen, Mönchdorf, Naarn, Pergkirchen und Waldhausen. Verbote von Prozessionen und anderen kirchlichen Veranstaltungen schränkten auch das seelsorgliche Leben ein.
Mahnmal in Schwertberg
Pfarrchroniken berichten von dramatischen Geschehnissen in den letzten Kriegsmonaten. Dazu zählen Bombenabwürfe, Schanzarbeiten des Volkssturms und Luftschutzalarme für Schulkinder. Auch das Eintreffen der Alliierten und des russischen Militärs wird beschrieben. Nach Kriegsende trugen die Pfarren zur Wiederherstellung des öffentlichen Lebens bei.
Ein Mahnmal in Schwertberg erinnert ab 2023 an den Ausbruchsversuch von 500 Häftlingen aus dem Konzentrationslager Mauthausen und die „Mühlviertler Hasenjagd“.








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