5000 Euro Soforthilfe an Menschen in Notlagen im Bezirk Perg ausgezahlt
BEZIRK PERG. 46 mal hat Elvira Halmschlager vom Volkshilfe Stützpunkt Perg im vergangenen Jahr zusammen mit den Menschen die vor ihr saßen den Antrag für finanzielle Unterstützung ausgefüllt. 5.018 Euro wurden auf diesem Wege dazu verwendet, die Not der Menschen etwas zu lindern. Armut ist im Bezirk Perg keine Ausnahmeerscheinung.

„Es fällt den Menschen die zu uns kommen, weil sie finanzielle Hilfe brauchen sehr schwer. Die Scham ist groß aber die Not in diesem Moment ist größer,“ weiß Halmschlager aus der täglichen Arbeit. Die Betroffenen versuchen meist über Monate irgendwie über die Runden zu kommen bis dann plötzlich eine wichtige Zahlung ansteht, die das immer knappe Budget völlig überlastet. „Es geht oft um Nachzahlungen von Heiz-, Strom- oder Betriebskosten, um Reparaturen von Waschmaschine oder Boiler und zumeist sind die Summen keine großen. Gespeist wird der Hilfsfonds ausschließlich aus Spendengeldern. Zum Schulstart vergeben wir zudem in Kooperation mit Libro Sachgutscheine,“ führt die Mitarbeiterin der Volkshilfe weiter aus.
Armut bekämpfen
Aktuell sind in Oberösterreich 221.000 Menschen beziehungsweise 15 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Das heißt im Falle eines Einpersonenhaushalts ein monatliches Einkommen von 1.163 Euro. Alleinerzieher und arbeitslose Menschen sind besonders von Armut betroffen. Insgesamt hat die Volkshilfe im Jahr 2016 500 Familien und Einzelpersonen mit 49.217 Euro geholfen. „Obwohl die finanzielle Nothilfe natürlich wichtig ist, versuchen wir vor allem die Ursachen von Armut zu bekämpfen. Sei es mit unseren Projekten für Arbeitslose Menschen, die Maßnahmen für Wiedereinsteigerinnen und Beratungsangeboten aber auch mit unseren konsequenten Forderungen an die Politik mehr für die Armutsbekämpfung zu tun, denn Armut zu lindern ist nicht genug“, betont der Vorstandsvorsitzende der Volkshilfe in Oberösterreich Michael Schodermayr.


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