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PERG. Wie bei vielen jungen Menschen wuchs auch bei Susanna Koppler in der frühen Kindheit der Wunsch ein Musikinstrument zu erlernen, die Entscheidung fiel schließlich auf ein eher außergewöhnliches Instrument – die Zither.

Susanna Koppler beim Unterricht mit ihren Schülerinnen Luise Jäde und Hannah Mohr-Reisinger
Susanna Koppler beim Unterricht mit ihren Schülerinnen Luise Jäde und Hannah Mohr-Reisinger

„Bereits als kleines Kind hab ich liebend gerne den Quelle-Katalog durchgeblättert und bin dann immer auf den Seiten mit den Spielzeuginstrumenten hängen geblieben. Ich hab dann in der Volksschule Blockflöte zu lernen begonnen, das hat mich aber nicht erfüllt. Einige meiner Freundinnen haben später Gitarre gelernt, mich hat aber eher das Außergewöhnliche gereizt. Mit zwölf Jahren haben mich meine Eltern dann in der Musikschule St. Georgen/Gusen angemeldet, wo ich mit dem Zitherspielen begonnen habe – ich war quasi eine Exotin“, erzählt die Pergerin von ihren musikalischen Anfängen.

 

Studium parallel zur Schule

Mit 16 Jahren begann Koppler, begleitend zu ihrer schulischen Ausbildung im musischen Zweig des BORG Perg ein Instrumentalfachstudium bei Professor Wilfried Scharf, einem der renommiertesten Zither-Solisten des Landes. Nach der Matura, dem darauffolgenden Start des Kindergartenpädagogik-Kollegs und der Familiengründung, geriet das Zitherspielen für einige Zeit in den Hintergrund, ehe sich durch einen Zufall eine neue Chance auftat. „Der Leiter einer privaten Musikschule hat mich gefragt, ob ich Unterrichten möchte – und ich hab nach kurzem Zögern zugesagt. So bin ich wieder tiefer in die Materie eingetaucht und hab als Lehrerin begonnen“, berichtet die dreifache Mutter, die mittlerweile eine andere Herausforderung angenonmen hat.

Seit 2015 unterrichtet Koppler nun als Dozentin im Rahmen der „Akademie für Zither und verwandte Saiteninstrumente“ (Verein 'Der Zitherfreund') sehr erfolgreich etwa 35 Schüler in Perg und Umgebung in den Fächern Zither und Hackbrett und bereitet diese auch für das Studium an der Bruckneruniversität vor. Erst vor kurzem bestanden zwei ihrer Zitherschülerinnen die Übertrittsprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg. „Die Zither ist ein faszinierendes und äußerst vielseitiges Instrument – bis auf Hardrock kann man da fast alle Richtungen spielen“, lacht die 39-Jährige. Trotz der großen Herausforderung beim Erlernen sind ihre Schüler – das Altersspektrum reicht übrigens von fünf bis 75 Jahre – mit großem Eifer dabei.

 

Saitenmusik-Stammtisch

„Einige von ihnen haben mittlerweile sogar einen Saitenmusik-Stammtisch ins Leben gerufen, wo alle sechs Wochen gemeinsam in einem Gasthaus der Region musiziert wird“, freut sich die Lehrmeisterin.


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