Borkenkäfer bedroht die Bäume in der Region
BEZIRK PERG. Der Borkenkäfer richtet in den Wäldern oberösterreichweit enorme Schäden an. Die befallenen Bäume müssen möglichst rasch gefällt und aus dem Wald gebracht werden. Auch im Bezirk besteht Handlungsbedarf.

Der Borkenkäferbefall ist im Bezirk Perg regional sehr unterschiedlich. In tieferen Lagen sind die Wälder sehr stark befallen, während höher gelegene Gemeinden wie Pabneukirchen, St. Georgen am Walde oder Dimbach keine so starke Plage haben, aufgrund von Höhenmetern und vermehrten Niederschlag. Denn hohe Temperaturen und wenig Niederschlag bedeuten für den Borkenkäfer geradezu paradiesische Zustände. Eine Fichte ist oft von 200 Borkenkäfern befallen. Jedes Weibchen legt 40 bis 50 Eier und so muss man bei jeder Generation mit dem 50-fachen an Käferbestand rechnen.
Wichtig: Beobachten und reagieren
Matthias Lettner, Chef vom Forsttechnischen Dienst der Bezirkshauptmannschaft Perg, appelliert an die Waldbesitzer, ihre Wälder regelmäßig zu kontrollieren. „Falls ein Baum vom Borkenkäfer befallen ist, muss rasch gehandelt werden. Der Baum gehört geschlägert und rasch abtransportiert, damit nicht noch mehr Schaden entstehen kann.“ Für die Zukunft rät Lettner bei unter 600 Metern Seehöhe keine Fichte mehr anzupflanzen, da die Lebenserwartungen dafür nicht mehr hoch sind. Empfohlen werden Mischwälder oder Nadelholzalternativen. Ein Dankeschön will Lettner an die Gemeindeforstwärter richten: „Sie sind eine große Unterstützung und Hilfe bei der Verständigung der Waldbesitzer.“


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