Architekt präsentierte Sieger-Entwurf für 10-Millionen-Projekt in Schwertberg: Gesundheitszentrum soll mit Ortskern verschmelzen
SCHWERTBERG. Im Frühjahr wurde vom Bauträger „Neue Heimat“ ein Architekten-Wettbewerb für die Errichtung des neuen Gesundheitszentrums mit Platz für Nahversorger und altersgerechten Wohnungen ausgelobt. Der Sieger – ein gebürtiger Mitterkirchener – stellte am Donnerstag seine Vision für die Weiterentwicklung Schwertbergs erstmals in der Öffentlichkeit vor.

16 Architekten waren zur Teilnahme geladen – acht davon haben letztendlich ihre Unterlagen eingereicht. Die Wahl der Jury fiel am 12. Oktober einstimmig auf das Projekt von Gerald Steiner. Das Konzept des gebürtigen Mitterkircheners und BORG Perg-Absolventen sieht auf dem rund 5.000 Quadratmeter großen Dreiecksgrundstück, auf dem sich derzeit noch der alte Bauhof befindet, die Errichtung von fünf Baukörpern vor, die gemeinsam ein Ensemble bilden. Eine Gasse, die hindurch führt, aber auch Grünflächen sollen künftig – so Steiner – soziale Kontakte provozieren. Die Verbindung zum Schwertberger Ortskern wird durch eine Promenade geschaffen. Gängige Fachmarktzentren als Anti-Vision „Fachmarktzentren, so wie sie vielerorts am Rande der Ortszentren stehen, waren in meinen Überlegungen eine Anti-Vision für mich. Das neue Gesundheitszentrum soll den bestehenden Ortskern, der nun rund 200 Meter entfernt liegt, erweitern und auch eine Art Portalfunktion in das Zentrum der Marktgemeinde ausüben“, erklärt Gerald Steiner, der in Schwertberg bereits die neue Rotkreuz-Ortsstelle plante. Begeistert zeigte sich Bürgermeister Max Oberleitner: „Die mühevollen und langjährigen Vorarbeiten haben sich gelohnt. Wir bekommen ein multifunktionales Zentrum am Rande des erweiterten Ortskernes, das wertet Schwertberg enorm auf. Wie die Außenhülle für das Großprojekt aussieht, ist nun bekannt. Nun geht es um die Gestaltung des Innenlebens. Da haben wir als Gemeinde volles Mitspracherecht. Anfragen von interessierten gewerblichen und privaten Mietern sind schon eingelangt.“ Neue Heimat-Geschäftsführer Robert Oberleitner, der mit der gemeinnützigen Wohnungs- und SiedlungsgesmbH den Zehn-Millionen-Bau zur Gänze finanziert, spricht von einem Leuchtturm-Projekt: „Wir haben schon viele spezielle Projekte initiiert, das Gesundheitszentrum Schwertberg ist vielleicht unser speziellstes.“ Zeitlicher Fahrplan Die Marktgemeinde Schwertberg beginnt im Frühjahr 2021 mit dem Neubau des Bauhofes in Poneggen und möchte im Winter 2021 das Areal am alten Standort räumen, sodass 2022 mit dem Bau des Gesundheitszentrums begonnen werden kann.<


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