Herta meint: „Vielleicht wäre alles leichter, wenn alles vielleichter wär“
ARBING. Die Lockdowns und die vielen Konzertabsagen haben auch die siebenköpfige Brass-Pop-Band „Herta bläst“ aus Arbing hart getroffen. Die Zeit wurde trotzdem sinnvoll genutzt und der Song „Ja? Nein? Vielleicht!“ ist entstanden. Tips hat sich mit Sänger Christoph Prinz unterhalten.

Tips: Um was geht’s in dem Song „Ja? Nein? Vielleicht!“?
Prinz: Tagtäglich treffen wir Entscheidungen und so oft kann ein einfaches „Ja” oder „Nein” entscheidend sein. Dabei lassen wir uns oft viel zu sehr unter Druck setzen. Wenn wir mit dem Song etwas aussagen möchten, dann beschreibt es diese Textzeile ganz gut: „Vielleicht wär alles leichter, wenn alles vielleichter wär“. „Ja? Nein? Vielleicht!“ ist ein funky Pop-Song, der das auch versucht, musikalisch umzusetzen. Musikvideo gibt es noch keines dazu. In Pandemie-Zeiten fehlt ehrlicherweise auch das Budget für eine große Video-Produktion. Der Song ist aber seit 4. Dezember auf allen Streaming-Plattformen veröffentlicht.
Tips: Wie sehr hat euch als Band die Corona-Pandemie zugesetzt?
Prinz: Corona-Pandemie, Lockdown und das Leben einer Band lassen sich natürlich sehr schwer miteinander verbinden. So hat uns die Krise natürlich – so wie alle unsere Kollegen – schwer getroffen. Wir sind darauf angewiesen, dass unser Publikum auf die digitalen Kanäle ausweicht und uns so unterstützt.
Tips: Auch Live-Auftritte fehlen seit über einem halben Jahr. Kann man das in irgendeiner Form kompensieren?
Prinz: Nein, auf einer Bühne zu stehen – egal wie groß diese auch ist – und die eigenen Songs vor echtem Publikum zu präsentieren, ist wohl für jeden Musiker die beste Energiequelle. Dieses Jahr war das ja nicht möglich und so wurden bis auf zwei Gigs im Sommer alle unsere Konzerte, Festivals und Auftritte gestrichen. Wie viele andere sind wir dann auf Proben im Freien, Treffen in Videokonferenzen und Produzieren im improvisierten Home-Studio ausgewichen. Eine positive Entwicklung können wir allerdings als kleinen Erfolg verbuchen: Dank diverser heimischer Medien, die „unbekannten” Bands und Musikschaffenden in so schwierigen Zeiten unter die Arme greifen, wird unsere Musik mittlerweile auf Radio 88.6 gespielt.
Tips: Sind bereits, wenn möglich, Konzerte für 2021 geplant?
Prinz: Konkrete Termine gibt es aufgrund der Planungsunsicherheit nicht. Festivals, wie das Woodstock der Blasmusik, haben uns bereits versichert, dass wir unseren geplanten Gig von heuer 2021 nachholen können. Wir wollen aber auf jeden Fall zurück auf die Bühne, sobald das wieder möglich ist, und freuen uns über Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern.
Tips: Gibt es bereits Ideen für euren nächsten Song?
Prinz: Tatsächlich sind gerade einige neue Ideen und Songs im Entstehen. Mit unserem neuen Gitarristen Alexander Hofner aus Perg konnten wir einen neuen Sound und viel neue Inspiration gewinnen. Wir halten euch auf dem Laufenden.


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