Rotes Kreuz zieht nach einem Jahr Covid-19 Bilanz
BEZIRK PERG. Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen. Diese drei Schlagwörter sind zu einem Synonym für unser Leben in der Pandemie geworden. Auch das Rote Kreuz musste sich den Gegebenheiten anpassen, versuchte aber stets, alle Dienste in gewohnter Weise anzubieten.

Trotz Corona konnten die meisten Dienstleistungen, neben dem Rettungsdienst und Essen-auf-Rädern etwa auch die Hauskrankenpflege, die Altenfachbetreuung und die Sozialberatungsstellen aufrechterhalten werden. Nachdem nun die meisten Heimbewohner und Über-80-jährigen geimpft wurden, hat sich das Rote Kreuz nun auch entschlossen, das Seniorentageszentrum in Perg wieder von Montag bis Freitag zu öffnen und damit einen Schritt in Richtung Normalität zu setzen.
Erster Schritt: Krisenstab ins Leben gerufen
Ende Februar 2020 wurden die ersten Menschen in Österreich auf das neuartige Virus positiv getestet, Anfang März breitete es sich flächendeckend über das Land aus. Spätestens mit Beginn des ersten Lockdowns am 16. März bedeutete dies auch für das Rote Kreuz im Bezirk Perg, sich auf die neue Situation einzustellen. Es wurde ein Krisenstab eingerichtet, der zu jedem Zeitpunkt eng mit dem Katastrophenstab der Bezirkshauptmannschaft Perg interagierte. Darüber hinaus bot und bietet das Rote Kreuz zusätzliche Dienstleistungen an. Es wurden Drive-in-Teststationen und Mobile Probenentnahme-Teams installiert, seit Ende des Jahres betreibt das Rote Kreuz auch Antigen-Teststationen und neuerdings wird auch die Impfstraße im Volksheim Schwertberg personell und logistisch unterstützt. „Wurden zu Beginn der Pandemie die neuen Aufgaben noch im Rahmen des Krisenstabs bearbeitet, so sind die Abläufe mittlerweile Teil des täglichen Arbeitsprozesses geworden,“ betont Bezirksstellenleiter Werner Kreisl. „Was hier in den letzten Monaten von den Mitarbeitern geleistet wurde, ist wirklich enorm.“
Corona-Dienststelle eingerichtet
Daneben gelang es dem Roten Kreuz, ihre ursächlichen Aufgaben unter Einhaltung der gängigen Hygiene- und Abstandsregeln aufrechtzuerhalten. So wurde etwa im Frühjahr 2020 am Gelände der ASKÖ Perg eine eigene Corona-Dienststelle eingerichtet, alle Rettungsfahrzeuge wurden und werden für Infektionstransporte speziell gesichert und auf Doppelttransporte wird aus Sicherheitsgründen verzichtet. Dies bedeutet natürlich eine zusätzliche Herausforderung und führte dazu, dass im Moment drei Fahrzeuge mehr im Regelbetrieb stehen, um die Flut an Transporten abfedern zu können.
Mobile Testabnahme
PCR-Tests im Drive-In Langenstein werden weiter nur nach Aufforderung und Terminvergabe durch die Behörde durchgeführt. Eine Mitarbeiterin des neu geschaffenen Covid-Teams ist Nina Holzer. Die junge Saxenerin kam über die Sommerakademie 2017 zum Roten Kreuz und absolvierte nach ihrer Matura ein Berufsfindungspraktikum beim Roten Kreuz in Grein. Jetzt steht sie bei jeder Witterung in der zugigen Teststraße oder kommt zu Menschen mit eingeschränkter Mobilität mit dem Testkit nach Hause. „Aber die Freundlichkeit und Dankbarkeit, mit der uns die meisten Menschen begegnen, macht die Mühe, wenn wir in der Kälte stehen, wieder wett“, sagt die Saxenerin mit einem Lächeln im Gesicht.
Aktuelle Antigen-Teststraßen des Roten Kreuzes
Perg, Fadingerstraße 1 (ehem. BILLA-Gebäude): Von Montag bis Sonntag, 14-19 Uhr und im Turnsaal der Mittelschule Grein, Turnsaal Mittelschule: Dienstag, Freitag und Sonntag von 14-19 Uhr; wenn möglich Voranmeldung über www.oesterreich-testet.at


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