Biotope in Naarn bieten seltenen Amphibien einen Rückzugsort
NAARN. Ein besonderes Artenschutzprojekt wurde in Naarn fertiggestellt. Die ehemalige Schottergrube wurde rekultiviert und bietet nun wieder Heimat für bedrohte Amphibien und Wildbienen.

„Diese Biotope sind ein sehr wichtiger Beitrag, um der Natur etwas zurückzugeben“, sagt Naarns Bürgermeister Martin Gaisberger über das Projekt. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern legten sie eine Artenschutz-Oase an, die gefährdeten Amphibien und dem heimischen Niederwild als Rückzugsort dient. Außerdem ist das Areal ein wichtiger Beitrag für mehr Pflanzenvielfalt. Als Besonderheit ist das Biotop ablassbar. „Das Biotop bietet keinen Platz für Goldfische und Schildkröten, die man ins Freie geben möchte. Diese Tiere würden das Gleichgewicht zerstören“, sagt Johannes Moser von der Abteilung Landschafts- und Umweltschutz an der Bezirkshauptmannschaft Perg. Auch die Jägerschaft in Naarn beteiligt sich rege an dem Naturschutz-Projekt: „Viele Stunden Arbeit wurden investiert und auch in Zukunft werden wir immer wieder kontrollieren gehen. Denn die gepflanzten Hecken sind auch für das Wild von großer Bedeutung“, wie Revierleiter Michael Hölzl betont.
Fläche aus privatem Besitz
Wie auch in Naarn sind die Grundbesitzer solcher Projekte oft die Gemeinden. Ein Grundstück wie in der Machlandgemeinde bezeichnet Biologe Werner Weißmair als „Glücksfall“. Auch über private Flächen freut man sich. „Ein Irrglaube vieler Menschen ist, dass man viel Fläche benötigt. Wenn das Umfeld passt, kann ab 100 Quadratmeter jeder etwas zum Artenschutz beitragen. Es fallen keine Kosten für den Grundbesitzer an.“


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