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NAARN. Immer mehr Müll wird auf bequemste Art entsorgt – gleich da, wo er anfällt. Zigarettenstummel, Getränkedosen, Plastikflaschen und andere Abfälle auf Wiesen, Wegen und Straßen sind nicht zu übersehen. Zwei Naarner sagen dem achtlos weggeworfenen Müll mit einer Challenge nun den Kampf an.

  1 / 2   Gerhard Ebner und Thomas Friedl haben beim Müllsammeln sichtlich Spaß und rufen die Müll-Challenge ins Leben. (Foto: Ebner)

Abgesehen von der optischen Zumutung birgt der achtlos weggeworfene Müll große Gefahren für Pflanzen, Mensch und Tier: Plastikreste und Zigarettenstummel geben giftige Stoffe an Boden oder Grundwasser ab. Zwei, die aktiv etwas dagegen unternehmen und in vorbildlicher Weise den achtlos entsorgten Müll ihrer Mitmenschen einsammeln, sind Gerhard Ebner und Thomas Friedl. Sie verbinden den Dienst an der Umwelt mit sportlicher Betätigung zu Fuß oder auf dem Fahrrad. „Ich empfinde es als eine Katastrophe, dass in einem Land wie Österreich Müll einfach achtlos weggeworfen wird und sich die Menschen dabei keine Gedanken machen, was das mit unserer Umwelt anrichtet“, sagt der Naarner Grillmeister Thomas Friedl. Er setzt fort: „Vor Kurzem habe ich einen Platz im Wald entdeckt, wo quasi ein Feld voller Müll war, so als hätte dort jemand sein Müllsackerl ausgeleert. So etwas verstehe ich nicht. Man macht sich die Mühe, in den Wald zu fahren, anstatt in das zwei Kilometer entfernte Altstoffsammelzentrum.“

Zur Freude der Natur

Mit dem Müllsammeln gestartet hat der Donaustandler Gerhard Ebner. Bei seinen Spaziergängen sammelt er regelmäßig Müll von seinen Mitmenschen ein. Hilfe bekommt er von Zeit zu Zeit von seiner Tochter Lilly, ihrem Pony und Müllträger Whiskey und Hund Fiby. „Da habe ich dann nicht so schwer zu schleppen“, schmunzelt Ebner mit einem Augenzwinkern.

Durch seine Einträge auf Facebook wurden auch andere Naturliebhaber auf seine Aktivitäten aufmerksam. „Daher rufen wir eine Müll-Challenge für den ganzen Bezirk Perg ins Leben. Wir wollen auch andere animieren, sich als private Umweltschützer zu betätigen. Und es gibt nur Vorteile: All jene, die mitmachen, sind an der frischen Luft, bekommen Bewegung und tun definitiv der Umwelt etwas Gutes“, sagt Ebner. „Die Menschen sollen sich einfach ein Sackerl zum Spazierengehen einstecken und wenn ihnen Müll entlang des Wegs unterkommt, einsammeln. Sie müssen den Müll nicht mal mit nach Hause nehmen. Es gibt ja genügend Mistkübel entlang der Wege, oder sonst einfach zum Altstoffsammelzentrum bringen“, sagt Friedl. Die beiden Naarner ergänzen: „Es ist auch eine tolle Zeit zum Quatschen – da vergeht die Zeit wie im Flug und man hat Spaß dabei.“

Umweltbewusstsein bereits als Kind erfahren

Beide finden es auch ganz wichtig, dass sich Kinder daran beteiligen: „Vielleicht ändert sich dieses Wegwerf-Verhalten dann in Zukunft. Kinder sollten von klein auf wissen, was der Umwelt mit achtlos weggeworfenem Müll angetan wird. Und auch in der Schule sollten Müllsammel-Tage ein- oder zweimal im Jahr stattfinden. Dann wird in Zukunft die Umwelt womöglich wieder mehr geschont“, so die privaten Umweltschützer.

Teilnahme an der Challenge

Alle Müllsammler, die ein Selfie mit ihrem eingesammelten Müll an Tips Perg senden (siehe Infobox), haben die Chance auf tolle Gewinne. Unter allen Einsendungen werden durch Zufallsprinzip nach Ablauf der Müll-Challenge drei glückliche Gewinner gezogen. „Es geht nicht darum, wieviel Müll gesammelt wurde, sondern es zählen der gute Wille und der Umweltgedanke. Und das wollen wir mit tollen Preisen ankurbeln und unterstützen“, sagt Ebner über die Challenge.

Der Hauptpreis ist ein Grillkurs mit Thomas Friedl, der zweite Preis eine Übernachtung im Schlaffassl beim Donaustandl in Au und der dritte Preis Soft-Eis für die ganze Familie. Zusätzlich wird in der Sonderkategorie „Kuriose Müll-Fundstücke“ ein Überraschungspreis verlost.

Gerhard Ebner und Thomas Friedl freuen sich auf viele Müllsammler, die den ganzen Bezirk Perg wieder eine Spur sauberer machen.

Teilnahme an der Müll-Challenge:
Selfie mit dem eingesammelten Müll machen und Foto an redaktion-perg@tips.at, Betreff „Müll“, senden.
Teilnahmeschluss ist der 15. März.

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