Tips-Leser fürchten sich vor der „Autobahn der Wahnsinnigen“
LANGENSTEIN. Auf der B3, vor allem zwischen Steyregg und Mauthausen, kommt es das ganze Jahr über zu brenzligen Verkehrssituationen und infolgedessen auch immer wieder zu schweren Unfällen, nicht selten mit Todesfolge.

Nach dem letzten tödlichen Unfall am 17. Februar hat Christa Reisinger aus Mauthausen einen Leserbrief zur B3 an die Perger Tips-Redaktion gesendet. Sie schilderte darin die Ängste auf dem Weg zur Arbeit, weil sie nicht selten gefährlichen Situationen auf der B3 ausgesetzt ist. Die breite Resonanz auf der Tips Perg Facebookseite zeigt, wie viele Verkehrsteilnehmer mit solch gefährlichen Situationen entlang der B3 konfrontiert sind. „Auf der B3 wird leider ständig rücksichtslos gefahren, insbesondere rücksichtslos überholt“, sagt Gertrude Holzer in ihrem Kommentar. Klaus Frenes stimmt zu und ergänzt: „Ich fahre auf der „Autobahn der Wahnsinnigen“ nicht mehr, wenn möglich, ich benutze mit Genuss die alte Straße.“ Auch betonen viele Facebooknutzer in ihren Kommentaren das große Glück, das sie auf der B3 schon oft hatten. „Ich bin 30 Jahre lang täglich aus dem Strudengau in einer Fahrgemeinschaft nach Linz gefahren. Wenn ich für etwas dankbar bin, dann, dass wir in dieser langen Zeit nie zu einem Unfall zurechtgekommen sind und vor allem nie in einen Unfall verwickelt waren. Auf der B3 ist das sicher nicht selbstverständlich“, so Alfred Aigner.
Erhöhung von Polizeipräsenz
Barbara Sereinig fragt sich in ihrer Wortmeldung, warum auf der B3 keine Maßnahmen gesetzt werden: „Wöchentlich krieg ich mindestens zwei Überholmanöver mit, wo ich mir denke, das geht sich nicht mehr aus. Wieso stellt man keine Radargeräte auf wie etwa nach Steyr?“ Tips hat bei Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner diesbezüglich nachgefragt: „Von Seiten der Fachabteilung wurden die Unfälle in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren analysiert. Die sich ereigneten Unfälle sind hauptsächlich auf die Hauptunfallursache Unachtsamkeit zurückzuführen. Zielführende Maßnahmen finden sich deshalb in der Erhöhung der Polizeipräsenz und der Kontrolle wieder. Diese Kontrollen werden mit der Bezirkshauptmannschaft koordiniert und veranlasst.“


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