Nachhaltige Lösung gegen den Ärztemangel in Perg auf Schiene
PERG. Das Thema Gesundheitsversorgung beschäftigt die Stadtgemeinde Perg schon länger, seit Jahresbeginn wurde an der Umsetzung einer Primärversorgungseinrichtung (PVE) gearbeitet. Nun scheint das Projekt in trockenen Tüchern. Gestartet soll bereits Anfang des neuen Jahres werden.

„Seit Monaten wird der Teufel an die Wand gemalt, dass die ärztliche Versorgung gefährdet ist“, so Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton Froschauer (VP). „Nun sind wir soweit und können die nächsten Schritte präsentieren. Keiner muss sich Sorgen machen, dass er keinen Hausarzt mehr bekommt.“
Weil es schwierig war, die fünf nötigen Arztstellen zu besetzen, wurde an einer neuen Lösung gearbeitet, die auch andernorts bereits erfolgreich ist. Die neue Form der hausärztlichen Versorgung heißt Primärversorgungseinrichtung, zu der mindestens drei Allgemeinmediziner gehören. „Mittel- und langfristig wird die ärztliche Grundversorgung nur mehr über solche Modelle funktionieren. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir nun einen Kopf gefunden haben, der sich voll und ganz in dieses Projekt reinhaut“, so Vizebürgermeister Fabio König (VP), dem sichtlich ein Stein vom Herzen fällt, weil endlich eine Lösung da ist.
Leiter der PVE wird ein Perger Arzt sein
Der künftige Leiter des Primärversorgungszentrums ist ein Perger, der die Bedürfnisse der Stadt gut kennt. Derzeit werden mit der Gesundheitskasse und der Ärztekammer die Details ausgehandelt. Auch das restliche Ärzteteam steht schon, wobei noch weitere Gespräche geführt werden. „Mit den beiden anderen Ärzten und auch den Ärzten der derzeitigen Gruppenpraxis, die in dieser Form mit Ende des Jahres so nicht weitergeführt wird, wird auch an einer guten Übergangslösung gearbeitet“, so König. „Es wird mit Jahreswechsel sicher keinen Ärztemangel geben, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, versichern König und Froschauer.
Einen Standort gibt es bis dato noch nicht. „Wichtig war es, die Leute zu finden. Wir haben räumliche Ressourcen, die wir gerne für dieses Projekt einbringen können. Das sollte aber das Ärzteteam entscheiden, wo es hinmöchte. Die Lösung wird auch da in den nächsten Wochen am Tisch liegen“, so Froschauer. „Auch an anderen Mitarbeitern und Therapeuten mangelt es uns zum Glück auch nicht“, weiß Fabio König. Das Projekt „Gesundheitsregion Perg“ soll mit der Primärversorgungseinrichtung aber nicht abgeschlossen sein. „Wie es vor 15 Jahren einmal angedacht war, dass es auch tagesklinische Eingriffe geben soll, davon ist man abgekommen, weil es nicht finanzierbar ist. Ziel ist aber schon, dieses System weiterzuentwickeln. Das wird ein Prozess sein und dann kommt es zu schrittweisen Erweiterungen“, so Froschauer.


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