Perger Jugendliche analysieren ihre Heimatstadt „mit Herz“ für sich
PERG. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Jugend begaben sich Jugendliche mit ihren Betreuern aus Perg heuer auf die Suche nach ihren liebsten Plätzen. Das Ergebnis: Wo eine Bank steht, treffen sich junge Leute gerne. Das Angebot in der Bezirkshauptstadt wurde dabei analysiert.

Das Projekt wurde unter dem Motto „Perg, die Stadt mit Herz für uns?“ durchgeführt. „Wir haben mit Jugendlichen unsere Umgebung erkundet. Bei verschiedenen Spaziergängen wollten wir sehen, wie unsere kleine Stadt mit den Augen der Jugendlichen betrachtet wird. Welche Plätze sind unseren Jugendlichen wichtig und welche werden den Jugendlichen zur Verfügung gestellt oder auch nicht?“, erklärt Jugendzentrumsleiterin Karin Peham-Strauß.
Dabei stellte sich heraus, dass junge Leute überall dort ihre Treffpunkte wählen, wo es auch Bänke zum Niedersetzen gibt. Beim Jugendzentrum vor der Türe, im Fachmarktzentrum vor den Geschäften, am Hauptplatz, aber auch beim Freibad oder bei der Renaturierung an der Naarn. Beliebte Plätze der Jugendlichen sind außerdem der Stadlergrund, das Waldbad, die Wiese bei der Naarn gegenüber der Dirneder-Mühle oder der Stefaniehain.
Wenig Verständnis zeigten die Jugendlichen, dass es einen Street Soccer-Platz gibt, der den Jugendlichen nicht öffentlich zugänglich ist. Man freut sich aber darüber, dass es einen Skaterplatz gibt und bald auch eine Pumptrack-Bahn zur Verfügung steht. Ein weiterer Schwerpunkt wurde im Zuge des Erasmus+-Projektes auch auf das Thema Mobilität gelegt, dabei konnten die Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten austesten.
Wo kann man Anliegen eigentlich einbringen?
Im Zuge des Projektes wurden auch Themen wie Demokratie und Partizipation diskutiert. Wer ist überhaupt für was zuständig in der Politik? Und: Wie können sich Jugendliche in die Gesellschaft einbringen? „Jungen Menschen, die verschiedenste kulturelle Hintergründe haben, sollte dabei vermittelt werden, dass sie ein Teil der Gesellschaft, ein Teil von Perg, ein Teil von Oberösterreich, aber auch von Österreich und der EU sind. Identität ist wichtig, wo gehöre ich hin, wo kann man sich einbringen, was interessiert mich als Jugendlicher und wie kann ich ein Anliegen einbringen?“, erklärt Peham-Strauß. Die Ergebnisse der kleinen Studie werden auch dem Bürgermeister präsentiert. Vielleicht bietet sich sogar die Möglichkeit, ein paar Anregungen vorzuschlagen, die dann auch umgesetzt werden können. Teilgenommen haben am Projekt bereits Jugendliche ab einem sehr jungen Alter, welche noch die Mittelschule besuchen, aber auch ältere, die vor allem zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Angebot in Perg aufgerufen waren.


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